Fußball Granheims letzte Chance

Die Fußballerinnen des SV Granheim (in grün) wollen den Klassenerhalt in der Verbandsliga schaffen.
Die Fußballerinnen des SV Granheim (in grün) wollen den Klassenerhalt in der Verbandsliga schaffen. © Foto: Emmenlauer
Granheim / Maurice Glienke 23.06.2018

Durch glückliche Umstände (Oberliga-Absteiger) und einem Sieg am letzten Spieltag der Verbandsliga erreichte der SV Granheim die Relegation. Dort geht es im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den Tabellenzweiten der Landesliga Staffel 2, VfL Herrenberg. Der hatte sich vor Wochenfrist mit 3:1 gegen den Zweitplatzierten der Staffel 1, FC Erdmannhausen durchgesetzt.

„Selbstverständlich habe ich mir das Spiel dort angeschaut und unseren kommenden Gegner genau unter die Lupe genommen“, erklärt Granheims Trainer Steffen Kemedinger. Seit er das Traineramt in der Winterpause übernommen hatte, holte sein Team elf Punkte, konnte sich dadurch aber tabellarisch nicht verbessern. Einen Vorteil sieht er aber darin, dass man auf eigenem Platz spielt, denn während der Runde sah es auswärts mies aus (drei Zähler). Die junge Mannschaft aus Herrenberg kommt aber mit Euphorie im Gepäck. Das Team von Erfolgstrainer Steve Hennrich ist zwei Mal in Folge aufgestiegen und scheint kaum aufzuhalten zu sein. Am letzten Spieltag schoss sich Herrenberg noch in der Nachspielzeit zum Sieg, per Treffer von Torjägerin Leonie Kopp (22. Saisontor). „Es ist eine junge Mannschaft, die offensiv sehr gefährlich ist. Ich sehe aber unsere Abwehr gut aufgestellt“, sagt SVG-Coach Kemedinger. Mit 77 Treffern erzielte der VfL die meisten Tore in der gesamten Landesliga.  Die Granheimer Abwehr ist absolut gewarnt.

Der größere Druck liegt bekannterweise immer beim Team, das in der Liga bleiben will. Die Mannschaft aus Herrenberg kann dagegen befreit aufspielen. Während die Gäste das Entscheidungsspiel in der Nähe von Ludwigsburg bestreiten mussten, ging es zur selben Zeit für Granheim beim Erdinger Meister-Cup um Spielpraxis. „Das war für uns eine wichtige Trainingseinheit, die den Mädels Spaß gemacht hat und geholfen hat im Rhythmus zu bleiben“, sagt der Granheimer Trainer. Noch mehr als in den
Ligaspielen wissen die Granheimerinnen, dass es jetzt gilt, jede Chance vor dem Tor zu nutzen, denn in diesem einen Spiel ist alles möglich.

Dass die Mannschaft von der Alb schon 2014 und 2017 in der Relegation mitmischte, dürfte nur ein kleinerer Erfahrungsvorteil sein. Denn die Partien endeten unterschiedlich. So ist Granheim mit allen Gefühlslagen vertraut. „Meine Mannschaft soll mit Spaß und Freude ins Spiel gehen und am besten die Nervosität so früh wie möglich ablegen und mit der Unterstützung unserer Fans alles geben“, wünscht sich Kemedinger.

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