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TSG Ehingen
RAINER SCHÄFFOLD  Uhr
Nicht nur die Fußballer der TSG Ehingen trauern um Joachim Kutschker, der am Donnerstag völlig unerwartet gestorben ist. Er war 57 Jahre alt.

Am Mittwochabend hat er noch die Auslosung zum Glocker-Cup-Hallenfußballturnier geleitet, am Donnerstagmorgen eine E-Mail an unsere Redaktion mit dem Spielplan geschickt. Wenig später ist Joachim Kutschker völlig unerwartet gestorben. Er wurde tot am Schreibtisch in seinem Büro im Krankenhaus gefunden. Am 30. November war er 57 Jahre alt geworden.

Um ihn trauern unter anderem auch die Fußballer der TSG Ehingen. "Das ist ein Riesen-Verlust für uns", klagt TSG-Spielleiter Karlheinz Hofmann. Als Fußballer war Joachim Kutschker Torwart, später übernahm er die Leitung der AH. Bei den "Alten Herren" organisierte er nicht nur den Spielbetrieb, sondern hielt die Männer auch bei der Stange und animierte sie zur Mitarbeit. Mit seiner umgänglichen Art hat sich "Jopse", wie er auch genannt wurde, den Respekt von Jung und Alt verdient, berichtet ein früherer AH-Spieler. Fürsorglich habe er sich um die "AH-Familie" gekümmert, etwa auch die jährlichen Weihnachtsfeiern organisiert.

Dann war er Organisator des Glocker-Cup-Turniers und "Erfinder" und Leiter des Behördenturniers. Und noch viel mehr: "Er hat alles gemacht, was im außersportlichen Bereich war", sagt Hofmann. Vor allem die finanzielle Sache: Außer der Kasse der gesamten Abteilung führte er auch die Finanzen der Jugend und des Fördervereins. Als Funktionär hat er auch den Bau des Sportheims an den Gollenäckern maßgeblich vorangetrieben. Der Verstorbene habe im Hintergrund die Fäden gezogen, berichtet Karlheinz Hofmann. Auch persönlich wollte Kutschker eher im Hintergrund bleiben, er hat sich nie in den Mittelpunkt gestellt, sondern lieber im Verborgenen geschafft.

Erfolgreich war Joachim Kutschker auch im Beruf: Von 1984 an war er zunächst Beamter bei den Kreiskrankenhäusern des Alb-Donau-Kreises. Später war er als leitender Angestellter in den Bereichen Personal, Organisation und EDV tätig. und als Prokurist und Leiter des Finanz- und Rechungswesens, schreibt die ADK GmbH für Gesundheit und Soziales. Er habe dabei immer auf den Vorteil für Patienten, Mitarbeiter und Unternehmen geschaut. So seien sein Wissen, seine Erfahrung, vor allem aber sein hohes Maß an Menschlichkeit und Kollegialität für alle Mitarbeiter dort ein Vorbild. Sein plötzlicher und unfassbarer Tod habe eine große Lücke in den kaufmännischen Bereich der GmbH gerissen.

Joachim Kutschker hinterlässt eine Ehefrau. Die Trauerfeier für Joachim Kutschker findet am Mittwoch, 23. Dezember, um 11 Uhr auf dem Ehinger Friedhof statt.