Der Württembergische Fußball-Verband (WFV) bereitet sich wie die unzähligen Klubs auf den Saisonstart vor, die für alle eine Herausforderung darstellen wird. „Aufgrund der Corona-Pandemie wird die Spielzeit 2020/21 keine wie jede andere“, sagte WFV-Geschäftsführer Frank Thumm auf einer Videokonferenz mit den Bezirksspielleitern und stellte klar: „Für das Gelingen sind maximale Flexibilität und Kompromissbereitschaft von allen Beteiligten erforderlich.
Dass es beim Spiel- und Trainingsbetriebs sowie den Zuschauerzahlen erste Lockerungen seitens der Politik gegeben hat, freut den Verband natürlich. Gleichzeit sieht er angesichts der Entwicklung der Covid-19-Fallzahlen in den vergangenen Wochen die Rückkehr auf die Sportplätze mit etwas Sorge: „Der Corona-Virus ist noch da und wird uns auch weiterhin beschäftigen“, heißt es in einer gestern veröffentlichten Mitteilung.

Verband entlastet Bezirksverantwortliche

Deshalb hat der WFV eine Anlaufstelle für Vereine geschaffen, damit bei Verdachtsfällen schnell und richtig gehandelt wird. „Mit dieser Meldestelle auf Verbandsebene sollen die Bezirksverantwortlichen entlastet und in der Entscheidung über mögliche Spielverlegungen nicht alleine gelassen werden“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Der WFV skizziert dabei das Vorgehen bei einem Corona-Fall im Verein. Zunächst hat die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Gesundheitsamt zu erfolgen. Der Verein muss zusätzlich Personen, zu denen Kontakt bestand, unverzüglich kontaktieren. Im zweiten Schritt sind die Klubs verpflichtet, den WFV über den Corona-Fall zu informieren. Das kann über ein Online-Meldeformular auf der WFV-Homepage (www.wuerttfv.de) oder einer telefonischen Hotline (07112276426) erfolgen.

Task Force entscheidet über den Spielbetrieb

Im dritten Schritt wird dann die beim Verband eingerichtete Task Force über das weitere Vorgehen und die Auswirkungen auf den Trainings- und Spielbetrieb entscheiden. Thomas Proksch, der als Abteilungsleiter Spielbetrieb Teil der Task Force ist, weiß, dass das keine einfache Aufgabe sein wird. „Vermutlich werden uns Entscheidungen abverlangt, die viel Fingerspitzengefühl erfordern.“ Deshalb appelliert er an die Vereine, „sich an die vorgegebenen Spielregeln zu halten und im Falle von Spielabsagen und -verlegungen flexibel und nachsichtig zu sein“.