Stresstest mit Bravour bestanden: Der SSV Ehingen-Süd hat in einem sehr guten Verbandsligaspiel den 1. FC Normannia Gmünd mit 3:1 (2:0) besiegt und ist auf den dritten Tabellenplatz vorgerückt. Beide Mannschaften boten den gut 200 Zuschauern eine temporeiche Partie mit viel Unterhaltungswert.

Türöffner für den zweiten Heimsieg des SSV Ehingen-Süd waren die zwei Treffer von Semir Telalovic in der ersten Halbzeit. Der erst 19-jährige Angreifer zog den Gmündern den Zahn, just in den Phasen, in denen die Normannen eine Attacke nach der anderen ritten. „Das Tor lag in der Luft, aber es wollte nicht fallen“, haderte ein Gmünder Fan mit den Angriffsversuchen des FC .

Kein leichter Gegner

Die Gäste drehten von Beginn an auf, liefen Süd schnell an und störten früh. Mal musste Stefan Hess gegen Anthony Coppola klären (2.), mal Torwart Benjamin Gralla gegen Ferhat Karaca (8.). Mit Befreiungsschlägen hielt sich der Gastgeber über Wasser. Mit einer feinen Einzelleistung sorgte Telalovic für die Führung. Zunächst jagte er seinem Gegenspieler den Ball ab, setzte zu einem Dribbling an und schloss sein Solo eiskalt ab (12.).  „Da haben wir den Ball vertändelt“, sagte Gmünds Trainer Holger Traub hinterher. SSV-Trainer Michael Bochtler ermunterte die Seinen, mutiger zu sein.

Minuten später hatte der SSV Glück, als Stefan Hess und Coppola im Süd-Strafraum um den Ball kämpften und der Gmünderfiel. „Ein klarer Elfmeter“, sagte Traub. „Wenn der Schiedsrichter pfeift, dann können wir uns nicht beklagen“, sagte Bochtler. Wie Hess ihm gesagt habe, war es eine 50:50-Entscheidung.

Akhabue macht Deckel drauf

Die Normannen erholten sich schnell und Süd hatte weiter gut zu tun. Gralla musste gegen Marvin Gnaase Kopf und Kragen riskieren (22.), in Kooperation mit Fabio Schenk klärte Gralla gegen Alexander Aschauer (31.). Daniel Stölzel traf zwar per Kopfball, stand aber einen halben Meter im Abseits (33.). Süd tat zu wenig, war zu passiv. Gralla fischte einen Aschauer-Kopfball aus dem Winkel (40.). Nach einem Konter baute Süd den Vorsprung aus. Ruiz schickte den lauffreudigen Filip Sapina steil und dieser bediente Telalovic, der nur noch einzuschieben brauchte (42.). Das war der nächste Nadelstich des SSV und Schock für Gmünd, und das kurz vor der Pause. „Gnadenlos erffektiv“, sagte Bochtler zur Chancenverwertung seiner Elf.

Im zweiten Durchgang machte der eingewechselte Aaron Akhabue vollends den Deckel mit dem 3:0 drauf (87.). „Es hätte auch 5:0 stehen können“, sagte Bochtler zu den ausgelassenen Torchancen wie von Ruiz, Telalovic oder Hannes Pöschl. Aber auch die Gmünder hatten noch Chancen. Eine davon nutzte Juri Kotiukov, der den Ball bei einem Freistoß unhaltbar für Gralla in den Torwinkel zirkelte (90.+1).

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