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TSG Ehingen
Altshausen / Helen Weible  Uhr

Nach der ersten halbe Stunde hätte der Fußball-Freund den letztlichen Ausgang nicht vermutet. Die TSG Ehingen kam kaum in Ballbesitz und lag nach einem überragenden Freistoßtor in der zweiten Minute schon hinten. Doch so ist Fußball eben, gerade bei K.o.-Spielen wie dieses auf dem Rasenplatz in Altshausen.

Vor 450 zahlenden Gästen, gefühlt 600 Zuschauern, lieferten sich die TSG Ehingen (Donau) und der TSV Heimenkirch (Bodensee) einen durchaus unterhaltsamen Schlagabtausch, der am Ende mit etwas Bangen 3:2 (1:1) zugunsten der Ehinger endete. „Die erste halbe Stunde hatten wir zu viele Ballverluste und das Freistoßtor war ein Sahnestück“, analysierte Trainer Roland Schlecker, „in der zweiten Halbzeit hatten wir aber das Spiel in der Hand und führten verdient.“

In der Tat: Nachdem Tobias Schuwerk den Standard satt zum 1:0 ins TSG-Gehäuse gedonnert hatte, agierte die TSG wie perplex und verlor stets den Ball an den Gegner. Der TSV tauchte über einen flinken Markus Hutterer stets gefährlich im Ehinger Strafraum auf. Schlecker schrie: „Bälle behaupten!“ Es hätte schon 0:2 stehen können. Doch als es Richtung Pause ging, wollten es die Ehinger wissen. Julian Guther, der überhaupt auffällig war, wurde zunächst gelb-rot verdächtig vom TSV-Torhüter umgemäht. Als daraufhin vom Schiedsrichter nichts kam, fackelte Guther nicht lange, als er eine Hereingabe mit einem wunderschönen Seitfallzieher zum 1:1-Ausgleich abschloss (39.).

Der lilane Fan-Block der Schussenrieder jubelte. Fast hätte Valentin Gombold das 2:1 gemacht. Ihm gehörten dafür in Hälfte zwei die Szenen. Die TSG präsentierte sich nun wie ausgewechselt laufstark und aktiv. Es folgte Chance auf Chance. In der letzten Viertelstunde hatte aber auch Heimenkirch wieder Möglichkeiten. Guther war es schließlich, dem das 2:1 gelang (81.) – und Patrick Mrochen hatte Gombold in der Spitze bedient, der zum 3:1 traf (90.). Das Spiel schien entschieden, doch Hutterer markierte aus dem Getümmel noch den Anschlusstreffer (91.).

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