Am Donnerstag setzt sich der Fußball-Bezirkspokal fort und zwar mit einem Schmankerl in Munderkingen, wo die SGM SW Donau II den Bezirksligisten SG Öpfingen erwartet. Die Gastgeber mussten am Wochenende nach einer 2:0-Führung noch eine 2:6-Pleite einstecken. Spielertrainer Philipp Brunner, der selbst das 2:0 markierte, wird seine Mannschaft auf den offensivstarken Gegner einstellen. Brunner kennt den Gegner ganz genau, denn mit der TSG Rottenacker gewann er den Pokalwettbewerb gegen jene Öpfinger und durfte als erster Kapitän des Vereins die Trophäe in die Höhe strecken.

Die Öpfinger starteten zwar gut in die Runde mit einem Erfolg gegen Altshausen. Danach sah man aber, warum Trainer Felix Gralla seinem Team noch bis Mitte September Zeit einräumte, um das Niveau der starken vergangenen Saison zu erreichen. Ohne Spielmacher Philipp Mall gab es nur ein 3:3-Remis gegen Hohentengen. „Vielleicht hilft uns dieses Spiel unter der Woche um noch mehr in den Rhythmus zu kommen“, blickte Torwart Steffen Lehmann voraus. Die Offensive zeigte sich wie immer formstark, doch die sechs Gegentreffer in den beiden vergangenen Partien waren zu viel. „Wir nehmen das Spiel sehr ernst, und wollen so weit wie möglich im Pokal kommen, denn letzte Saison haben wir ja gesehen, was dort machbar ist“, sagte Lehmann.

David gegen Goliath

Größer als bei der Partie zwischen dem SSV Emerkingen und dem SV Uttenweiler könnte der Unterschied  kaum sein. Auch wenn der SSV zu den Aufstiegsfavoriten in der Kreisliga B2 gehört – es ist das klassische Duell zwischen David und Goliath. Um der Überraschung nahe zu kommen, zählen die Emerkinger voll auf ihren Torjäger Julian Hauler. Der erzielte bereits mit seinem Hattrick innerhalb von sieben Minuten bereits so viel Treffer wie der kommende Gegner in zwei Ligaspielen.

Diese Euphorie will das Team um den neuen Trainer Alexander Thurner mitnehmen, um es dem Bezirksliga-Spitzenteam so schwer wie möglich machen. Als Vierter konnte der SVU erst einen Erfolg bejubeln. Mit Johannes Jäggle hat Uttenweiler einen Angreifer, der gute Form zeigt und bislang vier Mal traf.

Der SV Ringingen bestritt erst eine Partie, verlor diese mit 1:2 und hatte danach mit den Vorbereitungen des eigenen Herbstfestes reichlich zu tun. Doch nach der Feierei folgt nun wieder der Alltag, oder eher die große Zugabe. Denn gegen die derzeitig übermächtig erscheinende Mannschaft des TSV Riedlingen wird es beinhart. Der Bezirksliga-Tabellenführer scheint vom Start weg allen klar machen zu wollen, dass der Weg in die Landesliga nur über ihn führt. Beim Team von Trainer Hans Hermanutz ist vor allem die  bärenstarke Offensive um Kapitän Fabian Ragg, Pascal Schoppenhauer und Dennis Altergot zu beachten. Am vergangenen Wochenende schlugen die Rot-Weißen selbst einen etablierten Gegner wie den SV Bad Buchau gar mit 7:1. Einen guten Start legten die SF Donaurieden in der Kreisliga A hin und wollen die gute Form auch ins Pokalspiel mitnehmen. Allen voran Neuzugang Joachim Fakler (davor BSC Berkheim) zeigte mit vier Treffern in drei Partien seine Abschluss-Qualitäten. Einzig die Abwehr bereitet Neu-Coach Goran Grgic noch Sorgen. Denn vor allem die Gegentore durch eigene Fehler müssen abgestellt werden. Bezirksligist SG Altheim ist der klare Favorit in diesem Duell. Wenn auch die Mannschaft von Martin Blankenhorn ihre guten Leistungen bisher meist nur über eine Halbzeit abrief, verbuchte die SGA immerhin vier Punkte.

Beinahe genau eine Woche nach dem Aufeinandertreffen in der Liga stehen sich der FV Neufra und die TSG Ehingen erneut gegenüber. Doch diesmal nicht auf dem Ehinger Kunstrasen, sondern im Waldstadion im Riedlinger Stadtteil. Beim 4:4-Unentschieden gab es keinen Sieger hervor, dafür jede Menge zufriedene Zuschauer, die ein wahres Spektakel erlebten. „Die Fans, wahrscheinlich werden es dieselben sein, können sich auf jeden Fall auf Offensivpower freuen“, sagte FVN-Pressewart Uli Münst.

Dabei darf man gespannt sein, welche Lehren gezogen wurden. Die beiden Angreifer Valentin Gombold und Robert Henning (jeweils zwei Tore) werden innerhalb einer Woche ihre starke Form nicht eingebüßt haben.

Nicht nur auf die Angriffe Neufras sollte die TSG gefasst sein, sondern auch auf eine ganz bestimmte Minute im Spiel. Denn in allen drei Ligaspielen traf Neufra in der 87. Minute. Da mag man kaum mehr an Zufall glauben. „Auch in Ehingen habe ich prophezeit, dass genau dann der Ausgleich fallen wird“, sagte Münst mit etwas Humor.

Pro Süds Reserve

Der SSV Ehingen-Süd II erwartet den FV Schelklingen-Hausen unter unerwarteten Vorzeichen. Denn während die Kirchbierlinger einen deutlichen Erfolg zum Auftakt feierten, waren die Schelklinger beim TSV Rißtissen ohne Punkte abgereist. Für den Aufstiegsaspiranten ist das ein herber Rückschlag. Diesmal soll es besser werden, auch wenn es auswärts keine leichte Sache wird. Es wird zu erwarten sein, dass beim SSV Spieler aus der Verbandsliga-Mannschaft im Kader stehen werden, wenn auch nicht gleich acht wie noch beim Zweitrunden-Match gegen Marchtal.

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