Fußball Frischer Wind für Türkgücü Ehingen

Ehingen / Helen Weible 26.06.2018

Der TSV Türkgücü Ehingen will Schlagzeilen machen. Aber als sportlich erfolgreiche Fußball-Mannschaft. Und nicht wegen Skandalspielen wie das gegen Munderkingen, das im Nachgang so hohe Wellen schlug, dass sich dafür sogar die Bildzeitung interessierte. Ein negatives Vereinsbild und Vorurteile, wie sie in der vergangenen Kreisliga-A-Saison geprägt wurden, sollen der Vergangenheit angehören. Es gibt
einen kompletten Neustart, mit einer völlig neuen Mannschaft, neuem Vereinslogo und einem neuen Trainer.

„Mir geht es auch um das Bild nach außen“, erklärt Enes Dizdarevic. Der ehemalige Trainer des B-Ligisten Seekirch hat sich für Türkgücü Ehingen als nächste Station entschieden, weil er „viel Potenzial in der Mannschaft“ erkennt. Der Ehinger sei auf der Suche nach einem Klub gewesen, der „hungrig nach mehr“ sei. Nach einem Treffen mit Abteilungsleiter Ferdi Mavis war schnell klar, dass der TSV und Dizdarevic auf der gleichen Wellenlänge schwingen.

„Uns war es wichtig, einen Trainer zu haben, der alles von außen steuern kann“, sagt Mavis. Dizdarevics Vorgänger Tzafer Mustafa hatte als Spielertrainer agiert. So konnte keiner wirklich auf das Team einwirken. Als Tabellenzwölfter wurde die Klasse nach einer mäßigen, zweiten Halbserie gerade so gehalten. Jetzt soll eine erfolgreiche Saison in der Kreisliga A folgen. Der 39-jährige Dizdarevic macht klar: „Mit diesem Team will ich die Meisterschaft feiern.“

Insgesamt habe es einen großen Umbruch gegeben. 16 Transfers wurden getätigt, verrät Mavis, der indes ein modernes Vereinslogo gestaltet hat. Fünf, sechs Spieler darunter seien mit dem neuen Kommandogeber zu Türkgücü gewechselt.

Multikulti-Truppe

In Kürze wird auf der Facebook-Seite vom TSV Türkgücü Ehingen zu erfahren sein, welche neuen Gesichter zum Kader gehören. Klar ist, dass es sich um eine Multikulti-Truppe handelt. „Es ist ein bunter Mix aus verschiedenen Nationen“, erklärt Mavis stolz. Neben afrikanischen, bosnischen, serbischen, kroatischen und ungarischen Fußballern sind auch deutsche zu finden. Alle vereint die Leidenschaft für den Fußball. Auch Enes Dizdarevic sieht darin eine spannende Herausforderung: „Es ist am Anfang immer schwierig, aus vielen Individuen eine richtig gute Mannschaft zu formen, aber ich freue mich darauf.“

Weiterentwicklung des Teams ist sein Ding

Enes Dizdarevic (39 Jahre) lebt in Dintenhofen, arbeitet bei der Firma Liebherr und stammt ursprünglich aus Münsingen. Der Fußballer mit den bosnischen Wurzeln kickte in jungen Jahren beim VfB Stuttgart, ehe er Fuß in der Landesliga in Metzingen fasste. Für den KSC Ehingen spielte er in der Bezirksliga. Während seiner nunmehr zehnjährigen Tätigkeit als Coach kam er in der Region viel herum (Herrlingen, Ljiljan Ulm). Zuletzt trainerierte er den B-Ligisten Eintracht Seekirch. hel

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