Fußball-Verbandsliga Endlich wieder ein Derby

Engagiert ins Derby: Danijel Sutalo (gelb) trifft mit Ehingen-Süd auf Laupheim.
Engagiert ins Derby: Danijel Sutalo (gelb) trifft mit Ehingen-Süd auf Laupheim. © Foto: Geiger
Werner Gallbronner 15.09.2018

Jetzt haben wir endlich wieder ein echtes Derby, wir freuen uns alle darauf“, sagt Michael Bochtler zum anstehenden Kräftemessen seines SSV Ehingen-Süd gegen den Aufsteiger FV Olympia Laupheim. Der SSV-Trainer hofft, dass sich heute um 17.30 Uhr zahlreiche Zuschauer rund ums Fußballfeld in Kirchbierlingen gruppieren, wenn die Partie angepfiffen wird. In den vergangenen Jahren mussten die Fans von „Süd“ auf solche Nachbarschaftsduelle verzichten: Zuletzt gab es in der Landesligasaison 2015/16 ein Aufeinandertreffen mit der TSG Ehingen. Danach stieg die TSG ab; und als der SSV Ehingen-Süd vergangene Saison in die Verbandsliga aufgestiegen war, hatte Laupheim aus dieser nach unten müssen.

Nun, diesen sportlichen Rückschritt hat Olympia binnen einer Saison wieder wett gemacht und ist mit zuletzt zwei Siegen stark in die Verbandsliga gestartet. „Laupheim ist für mich kein Aufsteiger wie andere, die haben lauter Verbandsliga-erfahrene Spieler in ihren Reihen“, sagt Michael Bochtler. Er hat den Gegner beobachtet und meint, dass Laup­heim auch das Spiel in Dorfmerkingen hätte gewinnen müssen, das sie nach einem späten Tor noch 0:1 verloren haben. Dennoch will Bochtler nach drei Niederlagen zuletzt in Liga und WFV-Pokal mit seiner Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurück finden. Dazu müsse sie allerdings eine „ganz andere körperliche Präsenz zeigen“ als vor Wochenfrist, eine andere körperliche Grundspannung und ein anderes Zweikampfverhalten. „Wir werden auf einen Gegner treffen, der sehr diszipliniert ist und sehr zweikampfstark.“ Laupheim hat erst drei Gegentore kassiert, bei den beiden knappen Niederlagen zu Saisonbeginn. FV-Trainer Hubertus Fundel hat wohl seine Formation gefunden, er wechselt wenig, die Spieler helfen einander.

Verzichten muss SSV-Trainer Bochtler wie zuletzt auf Lukas Schick, Daniel Maier, Daniel Haas und Philipp Schleker; auch der erkrankte Georgios Sarigiannidis, Cousin des gleichnamigen Spielers der TSG Ehingen II,  wird wohl ausfallen. „Wir sind aber vom Kader her stark genug, um eine gute Mannschaft aufs Feld zu schicken und Optionen auf der Bank zu haben“, will Bochtler in dieser Richtung keine Ausflüchte gelten lassen. „Wir müssen konzentriert und mental stark sein“, fordert der Trainer. Schließlich habe seine Mannschaft selber den Anspruch besser Fußball zu spielen und im Kampf um den Klassenerhalt zu punkten.

In der Verbandsliga scheinen die Teams noch enger zusammen gerückt zu sein als vergangene Saison, den Ersten SKV Rutesheim trennen vom Tabellenelften Löchgau gerade mal zwei Zähler nach vier Spielen. Laupheim ist punktgleich mit Ehingen-Süd, steht aber dank des besseren Torverhältnisses auf Platz sieben, drei Ränge vor der Bochtler-Mannschaft.

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