Fußball Bezirkliga-Teams im Abstiegsstrudel

In der Bezirksliga ist auch der FV Altshausen (gelb, zuletzt 1:2 gegen Altheim) nicht sicher.
In der Bezirksliga ist auch der FV Altshausen (gelb, zuletzt 1:2 gegen Altheim) nicht sicher. © Foto: Herbert Geiger
Maurice Glienke 16.05.2018

Die meisten Mannschaften nutzen das Pfingstwochenende für eine kurze Pause zum Durchschnaufen vor dem heißen Saison-Endspurt. Da in der Landesliga Staffel 4 nur die TSG Ehingen und der FC Ostrach Vertreter des Bezirks Donau sind, wird es dieses Jahr keinen verschärften Abstieg in die Bezirksliga geben. „Dies wäre nur der Fall gewesen, wenn auch Aufsteiger FV Altheim eine Klasse nach unten hätte müssen“, erklärt Bezirksliga-Staffelleiter Jürgen Amendinger. Auf die Bezirksliga Donau hat also das überbezirkliche Abstiegsszenario keine Auswirkungen.

Im Oberhaus des Bezirks steht der FC Mengen seit zwei Wochen bereits als Meister fest und steigt erstmals seit 1992 in die Landesliga auf. Die besten Karten auf den zweiten Tabellenplatz haben die SF Hundersingen (50 Punkte) als Überraschungsteam der Liga. Ebenfalls noch Chancen rechnen sich der SV Uttenweiler und FV Neufra (beide 45) aus. Der SV Sigmaringen als Tabellenfünfter hat nur noch Außenseiterchancen auf die Relegation. Die letztlich zweitplatzierte Mannschaft trifft am 13. Juni auf den Vertreter aus dem Bezirk Zollern.

Die halbe Liga kämpft

Gegen den Abstieg aus der Bezirksliga kämpft die halbe Liga, vom Tabellenletzten FV Bad Saulgau (18 Punkte) bis zum Neunten, FV Altshausen, sind es nur 13 Zähler und noch einiges möglich. Der FV Schelklingen-Hausen (21 Punkte) steht auf dem vorletzten Platz und hat neben schweren Gegnern mit Bad Saulgau und Hohentengen auch noch direkte Konkurrenten. Nur vier Punkte Rückstand sind es auf den Relegationsplatz, auf dem derzeit der SV Bad Buchau nach starker Rückrunde steht. Ebenfalls große Sorgen um den Klassenverbleib machen müssen sich der SV Ebenweiler (26 Punkte), FC Laiz (28), und der SV Hohentengen und FC Krauchenwies (jeweils 30).

Eine Etage höher geht es sicher für den TSV Riedlingen.  Um den zweiten Platz in der Kreisliga-A-Tabelle streiten sich Betzenweiler (59 Punkte) und Öpfingen (50), die es aber schwer haben werden. Interessanter geht es da schon am anderen Ende des Klassements zu. Auch wenn die Spvgg Pflummern nach desolater Saison längst abgestiegen ist, sind der zweite Abstiegsplatz und die Relegation hart umkämpft. Besonders für die SF Bussen (14 Zähler) und den SV Oggelsbeuren (23) geht es um viel, denn schon morgen treffen die beiden Teams im direkten Duell aufeinander (siehe nebenstehende Übersicht). Mit einer Niederlage wäre Bussen abgestiegen. Zu den weiteren gefährdeten Mannschaften zählen der SV Dürmentingen (25) der jedoch noch drei Nachholspiele bestreitet, sowie Türkgücü Ehingen (29) die in der Rückrunde weit hinter ihren Möglichkeiten blieben. Ähnlich erging es auch der SGM Ertingen (30 Punkte). Genau umgekehrt; nämlich mit sensationellen Leistungen nach der Winterpause hat sich der SV Ringingen (31) schon fast gerettet.

Große Spannung herrscht in der Kreisliga B1, in der noch sechs Teams im Rennen um die ersten beiden Plätze sind. Mit vier Punkten Vorsprung liegt Donaurieden an der Spitze vor dem TSV Rißtissen (50 Punkte). Nur einen Zähler dahinter lauert schon die SG Ersingen. Eine Chance auf Rang zwei hat auch der FC Schmiechtal mit 45 Punkten – aber nur noch drei zu absolvierenden Spielen. Der Abstand für den TSV Allmendingen (44) und die SG Dettingen (42), die noch gegeneinander spielen und auf direkte Konkurrenz treffen, dürfte wohl zu groß sein.

In der Kreisliga B2 ist die SGM Daugendorf auf bestem Wege, den direkten Wiederaufstieg zu schaffen und hat vier Punkte Vorsprung auf die Verfolger. Auf dem zweiten Platz liegt derzeit der SSV Emerkingen (52), punktgleich mit dem SV Uttenweiler II, der jedoch eine Partie weniger zu bestreiten hat.

Acht Teams zittern in der Verbandsliga

Berechtigte Abstiegssorgen machen müssen sich in der höchsten Fußball-Liga Württembergs noch acht Teams von Platz sieben bis runter zu Platz 14. Denn vier Spieltage vor Saisonende der Verbandsliga liegen die Teams punktemäßig noch so eng beeinander, dass sich massive Rochaden ergeben könnten. Mittendrin der SSV Ehingen-Süd mit momentan 34 Zählern punktgleich mit Essingen. Nur Calcio und Albstadt haben mehr (36 und 35), hinter dem Zehnten Ehingen-Süd liegen Sindelfingen und Rutesheim (je 31) noch in Schlagdistanz, für Neckarrems (29) und Pfullingen (27), die aktuell im Roten Bereich stehen, scheint die Rettung in höchster Not eher unwahrscheinlich. hel

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