Fußball Alles oder nichts im Relegationsspiel

Wie gegen Emerkingen will sich Rißtissen (rot) auch in der Relegation gegen Oggelsbeuren behaupten.
Wie gegen Emerkingen will sich Rißtissen (rot) auch in der Relegation gegen Oggelsbeuren behaupten. © Foto: Emmenlauer
ph 22.06.2018

Klassenerhalt oder Abstieg? Klassenverbleib oder Aufstieg? Das steht für den SV Oggelsbeuren und den TSV Rißtissen am heutigen Freitagabend (Anpfiff 18.30 Uhr) auf dem Spiel. Beim Relegations-Hit in Unterstadion, zu dem rund 1000 Zuschauer erwartet werden, kann sich eine lange Saison an einem Tag noch ins Positive oder Negative wenden – das ist der Reiz der Relegation.

Der Druck dürfte beim klassenhöheren SV Oggelsbeuren etwas größer sein als beim TSV Rißtissen, der im Prinzip nichts zu verlieren hat. Die Elf von Richard Boscher liegt schon einige Zeit auf dem Relegationsplatz, verlor die letzten beiden Saisonspiele ( 1:4 gegen Ringingen und 1:3 gegen Öpfingen) und muss auf den gelb-rot gesperrten Andreas Wiegandt verzichten. Er handelte sich gegen Öpfingen eine äußerst unnötige zweite gelbe Karte wegen Meckerns ein. Das erzürnte nicht nur Boscher, sondern auch seine Mitspieler. Am Konzept einer defensiven Ausrichtung dürfte man beim SVO heute freilich nichts ändern – so spielte der Tabellendreizehnte schon die ganze Saison über und präsentierte sich zudem zweikampfstark. Bis auf Wiegandt hat Boscher jedoch einige Optionen, allen voran Torjäger Jonas Weller, der es auf 15 Tore brachte, und Lukas Weller (6).

Zu den Leistungsträgern zählt auch Kapitän Tobias Maurer, der im Mittelfeld dirigiert. Auffällig im letzten Saisondrittel: Nur zuhause konnte der SVO überzeugen und Siege gegen Kirchen, Schelklingen/Alb, Ertingen und Bussen einfahren. Da gilt es jetzt die eigenen Fans zu mobilisieren, um den Platz am Stehenbach zu einem Heimspiel zu machen.

Viele Unterstützer möchte jedoch auch Rißtissen mit nach Unterstadion nehmen. Das 4:1 gegen Emerkingen im ersten Relegationsspiel sollte zusätzliche Motivation und Kräfte freigesetzt haben. „Emerkingen hat zunächst mächtig Dampf gemacht. Wir sind aber hinten gut gestanden und haben dann unsere Chancen genutzt“, fasst TSV-Abteilungsleiter Patrick Seefelder zusammen. „Auch kämpferisch hat es gepasst.“ Hannes Gebhard, Maximilian Föhr und Peter Gall hatten vor einer Woche getroffen. „Es sind alle fit“ vermeldet der Fußballchef. Eine Einschätzung fällt ihm jedoch schwer: „Das Spiel fängt immer bei null an.“ 

Der TSV kann wieder auf die treuen Fans bauen. „Ein Fanbus mit 50 Leuten wird fahren“, sagt Seefelder. Und Jugendmannschaften laufen mit ein.

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