Fußball Abenteuer 2. Liga für Türpitz

Gefühlvoll behandelt Rechtsfuß Philip Türpitz den Ball. In der 2. Liga will er für tolle Aktionen vor dem Tor sorgen. 
Gefühlvoll behandelt Rechtsfuß Philip Türpitz den Ball. In der 2. Liga will er für tolle Aktionen vor dem Tor sorgen.  © Foto: Huebner/Taeger
Rißtissen/Magdeburg / Maurice Glienke 02.08.2018

An diesem Wochenende startet der  aus Rißtissen stammende Philip Türpitz mit dem 1. FC Magdeburg in die 2. Fußball-Bundesliga. Mit starken Leistungen überzeugte der 26-jährige Mittelfeldakteur mit Knipserqualitäten in der vergangenen Saison und verhalf dem Team zur Meisterschaft in der 3. Liga. Im Gespräch mit unserer Zeitung bekennt sich Türpitz unter anderem zu seiner Verbundenheit mit der Region.

Der 1.FC Magdeburg ist zum ersten Mal in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Für Sie war es ebenfalls Ihr erster Aufstieg als Profispieler. Wie fällt das Fazit zur vergangenen Saison aus Ihrer Sicht aus?

Philip Türpitz: Es war eine sehr schöne Saison und eine erfolgreiche, nicht nur für mich persönlich, sondern für die gesamte Mannschaft. Diese besondere Spielzeit wurde zuerst durch den Aufstieg und in letzter Sekunde mit dem Gewinn der Drittliga-Meisterschaft gekrönt. Wir sind alle sehr glücklich, dass wir den Schritt in die 2. Bundesliga als Mannschaft und für den 1. FC Magdeburg geschafft haben.

Wie zufrieden waren Sie mit den persönlichen Leistungen in der vergangenen Spielzeit, die Sie mit 25
Scorerpunkten beendet haben?

Türpitz: Natürlich war ich sehr zufrieden, aber ohne die Mannschaft im Hintergrund hätte ich auch nicht so gut spielen können, deshalb bin ich froh, dass ich das Vertrauen bekommen habe. Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen.

Sie konnten in den letzten Jahren viel Erfahrung in der 3. Liga sammeln. Die 2. Bundesliga ist für Sie und auch den Verein neu. Welche Ziele haben Sie sich persönlich gesetzt für die neue Saison?

Unser großes Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. Für mich persönlich: Ich möchte der Mannschaft weiterhelfen. Wir haben so viel investiert, um den Aufstieg zu erreichen und müssen in dieser Saison alles in die Waagschale werfen, um dies zu verteidigen. Persönlich möchte ich so viele Einsätze wie möglich erhalten.

Als Aufsteiger ist das primäre Ziel der Klassenerhalt. Wie wollt ihr das schaffen und was erwarten Sie dabei von der Mannschaft?

Das oberste Ziel ist es in der Liga zu bleiben. Uns hat die mannschaftliche Geschlossenheit in der Vorsaison stark gemacht. Das müssen wir in dieser Zweit­liga-Saison beibehalten und als Team auftreten. Mit den Fans im
Rücken erhalten wir hoffentlich eine zusätzliche Motivation, deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir am Ende das gewünschte Ziel erreichen können.

Wie zufrieden sind Sie mit den Testspielen in der Vorbereitung? Selbst gegen starke Gegner gab es zuletzt positive Ergebnisse.

In der Vorbereitung gibt es immer mal Höhen und Tiefen. Man legt die Grundlagen für die neue Spielzeit, es gab viele Einheiten, durch die wir uns als Mannschaft gequält und gemeinsam durchgearbeitet haben. Insgesamt sind wir mit der Vorbereitung zufrieden, die Niederlage gegen Paderborn (0:5 Anm. d. Red.) hat schon gezeigt, dass wir die Sinne schärfen müssen.

Im ersten Spiel geht es mit dem FC St. Pauli gegen einen echten Traditionsverein. Wie groß ist die Vorfreude gegen solche Teams vor großer Kulisse zu spielen?

Jedes Spiel in der 2. Bundesliga ein besonderes Spiel, weil für uns alles neu ist. Es wird von vornherein darauf ankommen, so
viele Punkte wie möglich zu
holen. Jedes Spiel ist deshalb ein Endspiel, weil wir als Aufsteiger immer der vermeintliche Außenseiter sind. Aber natürlich freue ich mich auf die Atmosphäre in den anderen Stadien und auf die vielen Zuschauer.

Sie waren im Sommer bei den Spielen ihres Heimatvereins TSV Rißtissen. Wie haben Sie die Relegation miterlebt?

Ich war beim ersten Relegationsspiel live dabei. Ich habe die Mannschaft natürlich unterstützt, weil ich dort noch sehr viele Personen kenne. Wenn es die Zeit zulässt, versuche ich, in der Heimat zu sein und dem Verein einen Besuch abzustatten. Ich bin immer gern hier.

Stimmt, Sie haben selbst bei
Jugendturnieren vorbeigeschaut und viel Zeit in der Ehinger Region verbracht. Wie wichtig ist die die Verbundenheit zur Heimat?

Meine Familie lebt in Rißtissen, deshalb ist die Verbundenheit nach Hause weiter sehr groß. Ein guter Freund von mir, mit dem ich ständigem Kontakt stehe, hat das Turnier ausgerichtet. Ich nehme Einladungen gern an, wenn es die Zeit zulässt und bin gerne vor Ort. Man freut sich immer, viele bekannte Gesichter und alte Freunde wieder zu sehen.

Schalke 04, Lotte und Chemnitzer FC

Philip Türpitz ist am 23. August 1991 in Laupheim geboren. Bis  2002 spielte er in der Jugend seines Heimatvereins TSV Rißtissen und wechselte danach in die Jugend des SSV Ulm 1846 Fußball. Bei den Stuttgarter Kickers folgten die ersten Schritte als Aktiver. 2012 ging es gen Westen zum FC Schalke 04 II und wenig später zu den SF Lotte. Beim Drittligisten Chemnitzer FC blieb der Mittelfeldakteur bis zum Sommer 2017. Der Wechsel zum 1. FC Magdeburg war ein Volltreffer. Hier verhalf Türpitz dem Team mit 17 Toren und acht Vorlagen zum Aufstieg in die 2. Bundesliga. mgl

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