Fußball-Bezirksliga Zwei Erfolgsserien in Gefahr

Winfried Vogler 10.11.2018

Bestes Heimteam gegen zweitstärkste Auswärtsmannschaft: Die Ausgangslage fürs Topduell in der Fußball-Bezirksliga morgen (14.30 Uhr) könnte kaum attraktiver sein. Am ersten Rückrundenspieltag empfängt der SV Thalfingen (27 Punkte) den Spitzenreiter Türkspor Neu-Ulm (34). Eine Serie wird zwangsläufig reißen, geht das Gipfeltreffen zwischen dem Tabellenvierten und dem Ligaprimus nicht unentschieden aus. Entweder die des Gastgebers, der bisher alle acht Heimspiele ungeschlagen blieb und nur gegen den FC Blaubeuren (1:1) zu Hause nicht gewinnen konnte. Oder die des erklärten Meisterschaftsfavoriten vom Neu-Ulmer Muthenhölzle, der in den bisherigen 14 Saisonspielen noch ohne Niederlage ist – wie übrigens drei weitere von insgesamt 119 Teams im Fußballbezirk Donau/Iller: SSG Ulm 99 (Bezirksliga), SG Aufheim/Holzschwang (Kreisliga A/Iller), FC Illerkirchberg (Kreisliga B/Iller). Mit einem Dreier könnte morgen die Mannschaft von Laurino di Nobile bis auf vier Punkte an den Spitzenreiter heranrücken. Die Vorzeichen für den Aufsteiger sind also nicht schlecht. Zumal die Thalfinger dahoam (fast) unschlagbar sind. Zwölf Partien saisonübergreifend hat Thalfingen auf eigenem Platz nicht mehr verloren – eine ansehnliche Serie.

Die letzte Heimniederlage gab es beim 0:1 am 22. April dieses Jahres in der Kreisliga A/Donau gegen den TSV Pfuhl. „Wir werden von unseren Zuschauern getragen, deshalb sind wir zu Hause eine Macht“, erklärt Stürmer Marc-Christopher Breithaupt. Der 21-jährige Auszubildende zum Automobilkaufmann gibt auf dem Rasen gewaltig Gas. In der zurückliegenden Saison war er mit 14 Toren maßgeblich am Aufstieg seines Klubs beteiligt, mit acht Treffern ist Breithaupt aktuell wieder erfolgreichster Angreifer des Aufsteigers – gefolgt von Alexander Cvijanovic (6) und Julian Mayer (5). „Wir werden alles daransetzen, dass wir unsere Heimbilanz ausbauen können“, gibt sich Breithaupt optimistisch.

Die Platzherren gehen selbstbewusst in die Partie. „Zu Hause muss es immer unser Anspruch sein, das Spiel zu gewinnen“, betont das Thalfinger Eigengewächs. Nach dem Bezirksliga-Abstieg 2014 wurde kontinuierlich auf eigene Spieler gesetzt. Di Nobile, der seit der letzten Saison wieder in Thalfingen Trainer ist und bereits von 2008 bis 2012 dort Kommandogeber war, gelang gleich in dessen ersten Jahr die Rückkehr in die Bezirksliga. „Die Vorfreude auf dieses Spiel ist groß“, bestätigt der Trainer, der die „gute Kameradschaft“ seiner Truppe rühmt. „Die Jungs gehen zusammen durch dick und dünn“.

Eine 1:6-Niederlage wir im Hinspiel wird sich nicht wiederholen, da ist man sich im Elchinger Teilort gewiss. „Da waren wir nicht Bezirksliga-tauglich“, räumt di Nobile ein. Das hat im bisherigen Saisonverlauf gewaltig geändert. Auch mit ein Verdienst der Neuzugänge Cvijanovic, Simon Philipp und Felix Antl vom SSV Ulm 1846 Fußball II sowie Daniel Glöggler (TSV Erbach). Welche Serie wird morgen wohl halten?

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