Von feiernden Absteigern und echten Legenden

Abschied mit Wehmut: Peter Passer verlässt den TSV Blaustein.
Abschied mit Wehmut: Peter Passer verlässt den TSV Blaustein. © Foto: Rudi Apprich
DETLEF GRONINGER 28.05.2016
Für die Landesliga-Fußballer des TSV Blaustein und des TSV Buch ist die Saison so gut wie gelaufen. Es weht ein Hauch von Abschied über den Rasen.

Zwei Partien sind in dieser Landesliga-Saison noch zu absolvieren. Am vorletzten Spieltag erwartet heute um 15.30 Uhr der TSV Blaustein die SF Dorfmerkingen und der TSV Buch muss gleichzeitig beim Mitabsteiger SV Ebnat antreten. „Der Druck ist für uns nun weg. Wir genießen einfach noch die zwei Spiele“, kündigte Buchs Trainer Harald Haug an. „Wir gehen erhobenen Hauptes eine Klasse tiefer.“ Die Welt geht in Buch nun nicht unter und im Kader setzt auch keine Landflucht ein. Seit einiger Zeit ist bekannt, dass nur Routinier Selim „Igel“ Cicek (Spielertrainer SV Grafertshofen, Kreisliga B/Iller) und Torwart Patrick Negele (SV Hutthurm, Bayerische Landesliga) den Klub verlassen. Die letzte Auswärtsfahrt mit dem Bus wird als Abschiedstour aus der Landesliga in vollen Zügen ausgekostet. Haug: „Es wird eine späte Heimfahrt und richtiges Remmidemmi geben. Warum sollen wir nicht den Abstieg feiern?“

 Bei Aufsteiger TSV Blaustein, der bereits vor den abschließenden beiden Saisonbegegnungen den Klassenerhalt vermelden kann, rückt der Abschied von Erfolgstrainer Peter Passer nach vier Jahren in den Mittelpunkt. „Hut ab vor dieser Mannschaft. Was sie geleistet hat, ist sensationell. Es gibt keinen Futterneid“, sagte Passer. Nach dem 3:1 bei der TSG Hofherrnweiler setzten dann seine Schützlinge schon einmal ein bemerkenswertes Zeichen. Die Spieler schmückten ihre Köpfe mit Pappkartonkronen in den Vereinsfarben Rot und Weiß und verpassten Passer einen Lorbeerkranz. Zudem wurde ihm ein T-Shirt überreicht. Auf der Rückseite waren die Erfolge mit dem Bezirksliga-Aufstieg 2013, dem Klassenerhalt 2014, dem Landesliga-Aufstieg 2015 und dem Klassenerhalt 2016 aufgeführt. Auf der Vorderseite drückten die Kicker ihre Bewunderung für den sportlichen Kommandogeber aus: „Er kam als König und geht als Legende.“