SSV Ulm 1846 Fußball SSV Ulm 1846 Fußball gegen Astoria Waldorf - erneut Tino Bradara in Startelf

Kam als „Perspektivspieler“ und nutzte bereits als 19-Jähriger seine Chance: Tino Bradara (li.).
Kam als „Perspektivspieler“ und nutzte bereits als 19-Jähriger seine Chance: Tino Bradara (li.). © Foto: Eibner
Ulm / wfv 28.10.2017

Als Perspektivspieler zu Saisonbeginn noch ein Nobody, inzwischen ein beachtetes Talent: Der 19 Jahre alte Tino Bradara steht im heutigen Heimspiel  des SSV Ulm 1846 Fußball gegen Astoria Walldorf (Anpfiff 14 Uhr) zum elften Mal in Folge in der Startelf.

Neben dem Rechtsverteidiger drängt sich beim Fußball-Regionalligisten auf der anderen Abwehrseite mit dem nur zehn Monate älteren David Kammerbauer ein weiterer Youngster auf. Bei den Spatzen wird auf Verjüngung gesetzt. Wenn auch die Schlagzeilen meist anderen gehören, ist ihre Entwicklung durchaus als vielversprechend einzustufen. Zwar haben noch die Routiniers um Kapitän Florian Krebs (28), Christian Sauter (29), Tim Göhlert (32), Thomas Rathgeber (32), Alper Bagceci (33) oder Torhüter Holger Betz (39) das Sagen.

Der seit dem vierten Spieltag amtierende Trainer Tobias Flitsch will aber nach eigenen Angaben der Generation Z immer mehr Verantwortung übertragen – wie Bradara. „Er hat eine sehr gute Entwicklung genommen, ist für uns ein Spieler, der Zukunft hat“, sagt Flitsch. Was der SSV-Coach an dem 19-Jährigen schätzt: „Er hat eine unheimliche Dynamik.“ Der aus Calw stammende Kroate, dessen Einbürgerung läuft, hat sich als Außenverteidiger auf der rechten Seite einen Platz in der Stammformation gesichert.

Im Stil des Vorbilds

Um diese Position so gut wie möglich zu spielen, versucht er, von Vorbild Dani Alves so viel wie möglich zu lernen. Vom Brasilianer bei Paris SG ist er sehr beeindruckt. „Die Art, wie er spielt, die Wege zurücklegt und seine Einflüsse in der Offensive und Defensive geltend macht – du kannst von Spielern wie ihm sehr viel lernen“, so der 19-Jährige. Bradara spielt schon sehr abgeklärt, sein Stellungsspiel verrät eine gewisse taktische Reife. Ausgebildet wurde er in der Jugend der Stuttgarter Kickers, von da wechselte er als A-Jugendlicher zum Zweitligisten SV Sandhausen. Dort avancierte er sofort in der U 23 zum Stammspieler und absolvierte 21 Oberligaspiele.

In den beiden Partien gegen den SSV 46 hatte Lutz Siebrecht Gefallen an ihm gefunden und ihn nach dem Aufstieg in die Regionalliga für die Spatzen verpflichtet. „Das erste Jahr als Aktiver war schon eine Umstellung“, blickt Bradara zurück. Er brachte es auf sieben Einsätze und kam nur sporadisch zum Einsatz. „Es war für mich wichtig, mehrere Spiele über 90 Minuten zu machen, das bringt einen jungen Spieler weiter“, sagte er nach seinen Auftritten zuletzt.

Sportchef Siebrecht feiert

Seit zehn Spielen hintereinander ist er nun schon eine feste Größe. Flitsch fordert von seinem Rechtsverteidiger, „wann immer es geht, nach vorne zu marschieren, zu dribbeln, bis an die Grundlinie zu gehen und zu flanken.“

Diese Vorgabe möchte Talent Bradara am Samstag gegen Astoria Walldorf so oft wie möglich umsetzen und seinem Sportlichen Leiter mit einem Heimsieg ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk präsentieren. Lutz Siebrecht vollendete am Donnerstag sein 50. Lebensjahr.

So wollen sie spielen und Liveticker

SSV 46 Fußball – Astoria Walldorf 
(heute, 14 Uhr, Donaustadion)
SSV 46: Betz – Bradara, Krebs, ­Göhlert, Schindele (Kammerbauer) – Nierichlo (Schmidts), Reichert, Sauter, Morina - Rathgeber, Braig.

Das Spiel im Liveticker:
www.fupa.net/suedwest/live

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