Nun ist alles anders. Wenn am Samstag (14 Uhr) der Tabellendritte Saarbrücken, der mit 58 Punkten nur einen Zähler weniger aufweist als der Zweite FC Homburg, im Duell der Verfolger auf den Vierten SSV Ulm 1846 Fußball (56 Punkte) trifft, wird sich der Ansturm in Grenzen halten.  Der SV Waldhof steht bereits als Meister und Aufsteiger fest. Und Platz zwei bietet nun keine Aufstiegsmöglichkeit mehr.

Reicherts insgeheime Hoffnung

Der Frust bei den Saarländern, die in der vergangenen Saison als Meister den Sprung in die Dritte Liga verpasst hatten, ist groß. Der FC blieb in den letzten drei Punktspielen sieglos. Dafür gelang unter der Woche mit dem 3:1 beim SV Saar 05 Saarbrücken der Einzug ins Landespokalfinale, wo es gegen den SV Elversberg geht.

Auch beim SSV Ulm 1846 Fußball, der zuletzt mit wettbewerbs-übergreifend acht ungeschlagenen Spielen in Folge das Momentum auf seiner Seite hat, gilt die Konzentration in erster Linie dem Pokalfinale am 25. Mai in Stuttgart gegen den TSV Essingen. Trainer Holger Bachthaler hat nach den letzten anstrengenden Wochen den Trainingsumfang reduziert. Die Intensität der Übungen freilich bleibt auf gewohntem Level. „Wir wollen den Fokus hochhalten und die Spannung nicht verlieren, aber auch die nötige Frische auf den Platz bekommen“, beschreibt er die Suche nach der richtigen Balance.

Für die kommende Saison stehen nach Luigi Campagna zwei weitere Abgänge nun definitiv fest. Linksverteidiger David Kammerbauer (22) und Offensivmann Marcel Schmitt (21), deren Kontrakte zu Saisonende auslaufen, werden wie berichtet keinen neuen Vertrag bekommen. Beide kamen zu Saisonbeginn zu jeweils zwei Regionalliga- und WFV-Pokaleinsätzen, wurden in diesem Kalenderjahr jedoch nicht mehr in den Kader berufen.

Gut verlaufen ist die Operation bei Verteidiger Johannes Reichert, der sich beim 0:0 gegen den SC Freiburg II unter anderem einen doppelten Jochbeinbruch zugezogen hatte. Er hat sich quasi selbst aus dem Krankenhaus entlassen und hofft offenbar insgeheim darauf, das Pokalfinale mitbestreiten zu können. Auch wenn dies ein wenig realistisches Ziel sein dürfte.