Triathlon Ulmer Triathletinnen widersetzen sich dem Trend

Die Hälfte des Ulmer Frauenteams: Esther Mayer, Katharina Barth, Fanny Meyer, Sophia Liewald, Mona Fakler, Alexandra König (v. l.) sowie der Sportliche Leiter Heiko Stalzer.
Die Hälfte des Ulmer Frauenteams: Esther Mayer, Katharina Barth, Fanny Meyer, Sophia Liewald, Mona Fakler, Alexandra König (v. l.) sowie der Sportliche Leiter Heiko Stalzer. © Foto: SSV Ulm 1846
Ulm/Erbach / Sebastian Schmid 21.06.2018

Ein paar mehr Starter dürften es beim Erbacher Triathlon erfahrungsgemäß am Sonntag dank Nachmeldungen noch werden, doch bereits jetzt kann sich Organisator Wolfgang Schweikart über einen neuen Startrekord freuen. 1098 Anmeldungen waren bis gestern Mittag eingegangen.

Dass die Traditionsveranstaltung bei ihrer 22. Auflage so beliebt wie noch nie ist, hat mehrere Gründe. Zum einen nehmen 63 Athleten an den baden-württembergischen Polizeimeisterschaften teil, mit denen es um 9 Uhr am Badesee losgeht. Zum anderen sind Erbach und Schluchsee die einzigen Orte, in denen alle Ligen starten. Und zu guter Letzt dürfte es auch eine Rolle spielen, dass in Ulm der Einstein-Triathlon in diesem Jahr ausfällt.

Ein Umstand, den Alexandra König genauso wie viele anderen Triathlon-Begeistere aus der Gegend bedauern. Die 27-Jährige gehört zu den zwölf Frauen, die für den SSV Ulm 1846 am Ligabetrieb teilnehmen. Es ist die letzte Mannschaft, die es in der Region noch gibt. Die beliebten Nachbarschaftsduelle zwischen den SF Dornstadt und dem SSV 46 – egal, ob bei den Aktiven oder den Senioren – sind passé. Der Ligabetrieb zieht nicht mehr, viel lieber starten die Athleten inzwischen als Einzelkämpfer.

Doch ein Dutzend widersetzt sich diesem Trend. „Unser Ziel ist es, Spaß zu haben. Wir wollen nicht verbissen auf die Ergebnisse schauen“, erklärt Alexandra König, die gemeinsam mit Esther Mayer, Annika Held, Fanny Meyer, Katharina Barth, Mona Fakler, Sophia Liewald, Sandra Fundel, Anna Nusser, Nadine Milosevic, Annika Dollner und Claudia Reinelt das Team des SSV 46 bildet.

Dass sich die Ergebnisse trotzdem sehen lassen können, hat sich beim Lauinger Triathlon gezeigt, als gleich vier Ulmer Starterinnen bei dem Damen unter den Top Ten landeten und in der AK 25 das Podest komplett in SSV-Hand war.

So ganz frei von Ehrgeiz sind die Liga-Neulinge also doch nicht, was sich auch in Erbach zeigt. Mit Annika Held, Esther Mayer, Sandra Fundel und Fanny Meyer wird das vermeintlich stärkste Quartett über die 1,5 km Schwimmen, 43 km Radfahren und 10 km Laufen an den Start gehen. „Dann sehen wir mal, zu was wir fähig sind“, sagt Alexandra König. Ansonsten wird salomonisch abgesprochen, wer jeweils fürs Liga-Team und wer als Einzelstarter antritt. Jeder darf mal ran, denn eines verbindet das Dutzend laut König: „Wir alle brennen für diesen Sport.“ Eine Leidenschaft, die in Erbach über 1100 Starter mit den Ulmer Damen teilen.

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Podestplätze haben sich Starter des SSV Ulm 1846 beim Lauinger Triathlon gesichert, darunter sechs Altersklassen-Siege. Damit war der SSV 46 der erfolgreichste Verein.

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