Tierisch Ulmer Spatz gegen Frankfurter Adler

Ulm / Manuela Harant 17.08.2018

Gegen die Superkräfte der Adler kommen die Spatzen vor allem in der Gruppe an. Ein tierischer Vergleich des SSV Ulm 1846 Fußball, im Volksmund Spatzen genannt, und Eintracht Frankfurt, die den Adler Attila als Maskottchen hat.

Spatz gegen Adler – das ist nur auf den ersten Blick ein Duell David gegen Goliath. Denn der korrekterweise als Haussperling bezeichnete Gartenvogel hat im tierischen Vergleich so manche Eigenschaften, die ihn im Kampf gegen den großen Greifvogel zum Superhelden machen können. Alleine ist der kleine, runde Spatz gegen einen seiner Fressfeinde zwar verloren. Doch während der Vogel des Jahres 2003 vor allem mit Teamfähigkeit glänzt, ist der Adler lieber allein auf der Jagd – im Elf-gegen-Elf nützt ihm das freilich wenig. So sind die Spatzen dank ihrer ausgeprägten Geselligkeit und ihrer hohen Anpassungsfähigkeit an allerlei widrige Bedingungen stark verbreitet. Der Adler hingegen ist allerorts vom Aussterben bedroht.

Gerade bei der Suche nach Futter arbeiten die Spatzen gerne in der Gruppe zusammen und haben dabei schon so manche List entwickelt, um gemeinsam an ihr Ziel zu kommen. Wählerisch sind sie dabei nicht und können von Körnern bis zu Käfern oder Blattläusen praktisch alles verdauen, was ihnen  zwischen den Schnabel gerät. Der König der Lüfte dagegen würde ohne regelmäßige Fleischbeilage verhungern. Auch ohne Superkräfte wie das Adlerauge haben die schlauen Sperlinge also gegen den großen Rivalen alle Chancen.

In einer Kategorie kommen übrigens beide tierische Gegner nicht gut weg: Weder Spatz noch Adler können besonders schön singen. Aber dieses Duell wird am Samstag sicherlich von den Fans der Hausherren im Donaustadion gewonnen.

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