SSV Ulm will Heimsieg gegen Zweitligisten

Im Punktspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II wollen die Ulmer Spatzen möglichst viele Tore bejubeln, um am Ende einen Sieg einzufahren.
Im Punktspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II wollen die Ulmer Spatzen möglichst viele Tore bejubeln, um am Ende einen Sieg einzufahren. © Foto: Eibner
Ulm / WINFRIED VOGLER 20.09.2016
Die U 23 des 1. FC Kaiserslautern geht am Mittwoch als Außenseiter im Donaustadion gegen Fußball-Regionalligist SSV Ulm 1846 ins Spiel.

Acht Spiele hat Aufsteiger SSV Ulm 1846 Fußball in der bisherigen Regionalliga-Saison absolviert. Als klarer Favorit ist die Mannschaft von Trainer Stephan Baierl bislang in keines dieser Punktspiele gegangen. Wenn es an diesem Mittwoch (19 Uhr) im Donaustadion gegen den 1. FC Kaiserslautern II geht, ist es freilich das erste Mal, dass der SSV-Coach seine Elf auf einen Gegner vorbereitet, der auf dem Papier als Außenseiter ins Spiel geht. Trainer Baierl mag das natürlich nicht hören. Der SSV-Trainer vor dem morgigen Spiel: „Optisch sieht es so aus, dass wir Favorit sind. Aber im Fußball ist das ein komisches Wort. Uns trennen nur drei Punkte von Rang 14, dem ersten Abstiegsplatz“, betont Baierl.

So ist es nicht besonders verwunderlich, dass er von derartigen Überlegungen und Einordnungen als Favorit und Außenseiter nicht sonderlich viel hält. „Für uns hat es noch nie eine Rolle gespielt, gegen wen wir antreten. Wir wissen, dass wir immer ans Maximum gehen müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen. Was herauskommt, wenn man einen Gegner auf die leichte Schulter nimmt, haben wir im Pokalspiel in Weingarten gesehen“, sagt er weiter. Zudem sei Kaiserslautern eine Mannschaft, die gut besetzt ist mit vielen talentierten und bestens ausgebildeten Nachwuchskräften. „Wenn man die ins Spiel kommen lässt, sind sie unberechenbar. Wir wissen selbst, dass eine Mannschaft, die mit dem Rücken zur Wand steht, mit Konzentration und Aggressivität zu Werke geht.“ Der SSV 46 ist Tabellensechster, der Zweitliga-Nachwuchs aus der Pfalz kommt als Drittletzter ins Donaustadion. So weit das Offensichtliche. In den Statistiken tauchen aber noch andere Zahlen auf, die für die Spatzen sprechen.

Die Ulmer haben die letzten drei Heimspiele gegen Nöttingen (5:1), Trier (3:1) und Mannheim (2:1) gewonnen und dabei beeindruckende 10:3 Tore erzielt. Gegner Kaiserslautern hat nach einem Auftaktsieg gegen Trier (3:1) in den letzten sechs Partien vier Niederlagen kassiert und nur zwei Punkte geholt. Nur Schlusslicht Homburg (4), am Sonntag nächster Gegner des SSV 46, hat weniger Tore wie die Lauterer (7) erzielt. Sollte sich das ausgerechnet in Ulm ändern? Dennoch sieht Coach Baierl sein Team gegen die U 23 des Zweitligisten aus der Pfalz nicht als Favorit. Immerhin reist die Zweitvertretung der Roten Teufel  ausgeruht an die Donau, war am letzten Wochenende spielfrei.

Die Gäste haben seit dieser Saison mit Hans Werner Moser einen neuen Trainer. Der 50-jährige Fußballlehrer, der 115 Bundesligaspiele für den FCK bestritt und als weitere Stationen beim Hamburger SV, der SG Wattenscheid 09 und dem SC Verl spielte, war bereits als Spieler und Trainer auf dem Betzenberg tätig.

Baierl hat natürlich Recht, die Pfälzer ernst zu nehmen. „Ich werde darauf schauen, dass meine Spieler heiß sind und brennen“, verspricht er. Für Trainer und Mannschaft ist die Partie in Elversberg abgehakt. „Die außergewöhnlichen Vorkommnisse haben in den Köpfen der Spieler nichts mehr zu suchen“, lautet Baierls unmissverständliche Botschaft.

SSV 46 legt Einspruch ein

Termingerecht Der SSV Ulm 1846 Fußball hat wie angekündigt Einspruch gegen die Wertung der 1:2-Niederlage beim SV Elversberg eingelegt. Der Protest sei am Montag termingerecht schriftlich eingereicht worden, bestätigte Lutz Siebrecht. „Die Federführung liegt bei Vorstandsmitglied Thomas Oelmayer“, sagte der sportliche Leiter des SSV Ulm 1846 Fußball.wfv