Mit Türkspor Neu-Ulm setzte sich bei der 38. Auflage des Hallenfußballturniers um den Pokal der Städte Ulm/Neu-Ulm das technisch und spielerisch beste Team durch. Der Tabellenführer der Bezirksliga marschierte ungeschlagen durch das Turnier und besiegte im Finale Srbija Ulm mit 6:3.

Nur in der Anfangsphase des Endspiels konnte die Mannschaft von Trainer Rajko Svilar, die mit einem Spiel weniger als Tabellenzweiter der Kreisliga A/Donau und einem Punkt hinter Spitzenreiter SV Offenhausen Ambitionen auf den Bezirksligaaufstieg hat, dem türkischen Favoriten Paroli bieten. Im Finale, das von Armin Wäckerle (TSV Blaustein) bereits zum neunten Mal geleitet wurde, setzte sich die Klasse von Türkspor Neu-Ulm klar durch. Torhüter Ediz Özer als zweifachem Torschützen, Kevin Ruiz, Miguel Malheiro und Cerkas Aksoy trafen im Endspiel. Nedad Ilic zum 1:1 sowie Ahmad Kaedi (2:4) und Nemanja Malesovic (3:5) zeichneten sich bei Srbija als Schützen aus. „Das ist ein Riesenerfolg, wir lieben den Hallenfußball“, war Trainer Svilar auf seine Srbija-Truppe und den zweiten Platz stolz

Nach dem erstmaligen Erfolg 2018 wiederholte Türkspor, das bereits das Dreikönigsturnier des TV Wiblingen gewonnen hatte, damit den Pokalcoup, der mit 250 Euro und dem stattlichen Stadtpokal belohnt wurde. Ebenfalls über einen Kelch und 200 Euro Preisgeld durfte sich Srbija freuen.

In die Phalanx der ausländischen Klubs – in der Endrunde der besten sechs Teams standen fünf Vereine mit ausländischen Wurzeln –  konnte einzig der SV Thalfingen eindringen. Der Bezirksligist sicherte sich mit einem 6:3 gegen Croatia Ulm Platz drei und 150 Euro. Für Trainer Laurino di Nobile eine ungewohnte Situation, saß er doch auf der Tribüne und verfolgte als Zuschauer die Spiele seines Teams. „Wir hatten ein gemischtes Team im Einsatz. Wenn man sich fair anstellt, gibt es in der Halle keine Probleme“, sprach sich di Nobile absolut für Hallenfußball aus.

Turnierorganisator Edin Mandzukic hatte seinen Namen bei der Siegerehrung noch gar nicht ausgesprochen, da klopften ihm die Mannschaftskollegen schon anerkennend auf die Schulter. Denis Divkovic von Srbija Ulm wurde als bester Torschütze des Turniers mit 18 Treffern mit einem goldenen Schuh gekürt. Mit Spielfreude, Einsatzwillen und permanenter Torgefährlichkeit hatte sich der 33-Jährige diese Auszeichnung verdient. Dass er gerade im torreichen Endspiel ohne Erfolgserlebnis ausging, konnte er verschmerzen. Eine späte zweite Ehrung wurde ihm noch nachgereicht. Beim Stadtpokal im Sommer auf dem Feld war er ebenfalls bester Torschütze geworden.

TSG Söflingen stellt 70 freiwillige Helfer

Edin Mandzukic leitete als Nachfolger des verstorbenen Franz Häußler erstmals den Hallen-Stadpokal.  Er meisterte es glänzend. Dazu half auch die großartige Unterstützung des Ausrichters TSG Söflingen. Unter der Regie von Abteilungsleiter Berthold Fichter trugen fast 70 Freiwillige zum guten Gelingen der Traditionsveranstaltung erheblich bei. Zu den drei Turniertagen kamen über 1000 Zuschauern. Sie wurden in Söflingen bestens unterhalten.