Die Stadtpokal-Chronik in der Halle ist um einen Namen umfangreicher geworden:  Erstmals trug sich der Fußball-Bezirksligist Türkspor Neu-Ulm in die Siegerliste ein. Die Türken, die den 37. Hallenstadtpokal  erstmals  in eigener Regie  durchführten,  bezwangen  in einem spannenden Finale vor 400 Zuschauern den Stadtpokal-Verteidiger SSV Ulm 1846 II nach Verlängerung mit 6:3 (2:2). Sie nahmen  die städtische Trophäe mit Freude, aber auch mit dem Bewusstsein in Empfang, an den drei Tagen auf dem Kuhberg die  beste Mannschaft gestellt zu haben.

Türkspor-Spielleiter Özgur Tan strahlte nach dem Endspielsieg nicht nur über den sportlichen Coup seines Ensembles,  sondern auch über eine gelungene Fußball-Veranstaltung, die an den drei Turnierspieltagen 930 Stadtpokalfans auf den  Ulmer Kuhberg gelockt hatte.  Auch  der sonst so kritische Turnierleiter Franz Häußler, der den straffen Zeitplan  wieder mit  alter Meisterschaft durchzog, versagte dem Ausrichter nicht seine Anerkennung: „Alles ist bestens gelaufen. Es gab nichts zu beanstanden.“

Das Endspiel zwischen den beiden besten Teams des Turniers war nicht nur gutklassig und spannend. Es hatte auch dramaturgische Höhepunkte. So führten die kleinen Spatzen bis eine Minute vor dem regulären Ende 2:1, wurden aber vom Blausteiner  Schiedsrichter Leon Popp überhart mit einer rot-gelben Karte bestraft. Die Überzahl nutzte der spätere Gewinner zum Ausgleich. In der Zusatzschicht verloren die Ulmer zusehends den Faden, zumal sie auch noch einen Neunmeter vergaben.  Doch mit Türkspor gewann    die spielstärkste und auch konditionell  fitteste Mannschaft, der nur gegen Turnierende, auch beim knappen Sieg gegen den SV Grimmelfingen im Spiel um den Einzug ins Finale, etwas die Luft auszugehen schien.

Selten ist ein Team beim Hallen-Stadtpokal so  überzeugend mit allerbestem Fußball durchmarschiert. Mit kleinem Abstrich gilt dies auch für den SSV 46 II. Auch der Blaustein-Gewinner SV Jungingen wie auch der SV Grimmelfingen und der SV Gerlenhofen, verdienten sich gute Noten. Natürlich auch Türkspor-Rekordschütze  Ilir Tupella, der 17 mal erfolgreich war.