TSV TSV Neu-Ulm: Sascha Endres erzielt das "Tor des Tages"

Blaustein, hier mit Benjamin Passer (Mitte), ging mit mehr Engagement in das Landesliga-Derby gegen den TSV Neu-Ulm.
Blaustein, hier mit Benjamin Passer (Mitte), ging mit mehr Engagement in das Landesliga-Derby gegen den TSV Neu-Ulm. © Foto: Lars Schwedtfeger
DETLEF GRONINGER 01.09.2016
Fußball-Landesligist TSV Neu-Ulm gerät immer tiefer ins Tal der Tränen. Der Aufsteiger bleibt nach dem 0:1 (0:0) gegen den TSV Blaustein ohne Punkt.

Der anvisierte Aufbruch zu neuen Ufern fand auch im Bezirksderby gegen den TSV Blaustein für den TSV Neu-Ulm nicht statt. Abteilungsleiter Gerhard Noller hatte noch im Vorfeld der 0:1 (0:0)-Niederlage auf dem Nebenplatz im Stadion am Muthenhölzle auf die Trendwende gehofft. „Wir lassen uns nicht verrückt machen. Jetzt kommen die Gegner, die auf unserer Wellenlänge schwimmen“, meinte er.

Hinsichtlich zweier Gesichtspunkte war das dann aber gegen Blaustein doch nicht ein Duell auf Augenhöhe. In Sachen Aggressivität und Athletik hatten die Gäste jedenfalls mehr auf der Pfanne. „Das war von uns eine starke Leistung. Wir haben sehr gutes Pressing gespielt. Ich bin froh, dass Neu-Ulm kein Tor erzielt hat. Sonst wäre das doch ein Selbstläufer geworden“, konnte sich Blausteins Trainer Oliver Seitz einen verbalen Seitenhieb in Richtung seines Neu-Ulmer Kollegen Bora Meydanci, der Cheftrainer Ünal Demirkiran (Urlaub) vertreten hatte, nicht verkneifen. Meydanci hatte vor der Partie noch mit dem „Selbstläufer“-Zitat auf die Erlösung in Sachen fehlender Torerfolg gehofft. Nach nun vier Niederlagen und noch ohne Treffer muss Meydanci psychologische Aufbauarbeit leisten. „Wir müssen schnell aus der Misere herauskommen und die Leichtigkeit vor dem gegnerischen Tor wieder finden“, gestand er.

Lediglich in den letzten fünf Minuten geriet die Blausteiner Hintermannschaft, die zuvor auch nach einer zwölfminütigen Unterbrechung wegen des Ausfalls der Flutlichtanlage am Anfang der zweiten Halbzeit eigentlich sehr gut im Bilde gewesen ist, etwas ins Schwimmen. Doch nach einem Patzer im Gäste-Abwehrverbund traf Burak Tastan (86.) nur den Pfosten. Und dann verhinderte Blausteins Torwart Kevin Minsch mit einer Glanztat nach einem Schuss von Egemen Sengün (90.+2) aus kurzer Entfernung den Ausgleich. „Die Neu-Ulmer hatten keinen richtigen Plan. Man hat nicht gesehen, dass einige Spieler Oberliga- und Regionalligaerfahrung haben“, bilanzierte Blausteins Ex-Trainer Peter Passer als Zaungast des Duells seiner Söhne Michael (Neu-Ulm) und Benjamin Passer.

Der Letztgenannte konnte schließlich nach dem Siegtor durch Sascha Endres (68.) jubeln. Der Außenverteidiger hatte den Ball nach einer Freistoßflanke mit dem Kopf ins Neu-Ulmer Gehäuse verlängert. Somit muss Neu-Ulms Verteidiger Michael bei einem Familienfest der Passers den Bruder den ganzen Abend bedienen. „Ich freue mich schon darauf. Wir werden das ganze Prozedere etwas in die Länge ziehen“, kündigte er an. „Wir waren einfach laufstärker und wollten den Sieg etwas mehr als die Neu-Ulmer.“