SSV Ulm 1846 Fussball DFB Pokal Auslosung: So freuen sich die Spatzen auf Düsseldorf

Ulm / Gerold Knehr 27.08.2018

„Natürlich hat man immer die ganz großen Namen wie FC Bayern oder Borussia Dortmund im Kopf. Aber auch Fortuna Düsseldorf ist ein tolles Los. Ich finde es super, dass wir in der zweiten Pokalrunde wieder einen Bundesligisten als Gegner haben.

Sehr zufrieden

David Braig, der mit seinen Teamkollegen Vitalij Lux, Nico Gujahr, Georgios Manolakis und Steffen Kienle in der Oststadt-Kneipe „Neue Welt“ am Sonntag die Auslosung des Zweitrundengegners im DFB-Pokal  vor einem großen Bildschirm verfolgte, reagierte wie seine Mitstreiter vom SSV Ulm 1846 Fußball zwar nicht gerade überschwänglich, war aber mit der Auslosung dennoch sehr zufrieden.

Ehemaliger Ulmer jetzt Düsseldorfs Teammanager

Düsseldorf? Da war doch was. In der Bundesliga-Saison 1999/2000 hatte der damalige SSV Ulm 1846 Düsseldorf mit einem 2:0-Auswärtserfolg aus der zweiten Pokalrunde geworfen. Damals für die Spatzen am Ball war Sascha Rösler. Der ist nun Teammanager bei Fortuna, die am 30. oder 31. Oktober im Donaustadion antreten wird.

Ausverkauftes Donaustadion

„Dann hoffen wir wieder auf ein volles Stadion. Wir wollen den Fans wieder solch ein Spiel bieten wie vor einer Woche gegen Frankfurt“, freut sich Sportvorstand Anton Gugelfuß auf die nächste Runde.

Es kann klappen

Wie es mit einem zweiten  Coup klappen könnte, weiß Nico Gutjahr. Er spielte in der Saison 2014/15 als Jungprofi für den Drittligisten Würzburger Kickers, der in der ersten Pokalrunde auf die klassenhöhere Fortuna traf. „Wir gewannen 3:2 nach Verlängerung“, erinnert sich der Mittelfeldmann. „Allerdings kam ich erst in der letzten Minute auf den Platz“, räumt er ein.

Trüber Liga-Alltag

So schön der Pokalhype auch ist, im Regionalliga-Alltag droht er den Ulmern zum Fluch zu werden.  Dem 2:1-Coup gegen Eintracht Frankfurt folgten zwei Niederlagen in Punktspielen: am Dienstag das 0:1 bei Wormatia Worms, am Samstag im Donaustadion das  0:2 gegen Aufsteiger und Tabellenführer FC Homburg.

Kater nach der Party

Null Punkte, null Tore – die Spatzen haben nach der großen Pokal-Party einen veritablen Kater. Es bedarf keines Biologie-Studiums, um festzustellen, dass solch ein ausgewachsener Kater Spatzen sehr gefährlich werden kann. 

Ernüchterung

„Wir sind nach dem Fußball-Fest wieder im Liga-Alltag angekommen“, musste Trainer Holger Bachthaler nach dem 0:2 ernüchtert feststellen. Dabei gilt das Haupt-Augenmerk der Ulmer den Punktspielen. Der DFB-Pokal, so lukrativ er auch sein mag, ist sportlich gesehen nur ein Sahnehäubchen.

Englische Woche anstrengend

Die körperliche Beanspruchung der abgelaufenen englischen Woche mit dem Höhepunkt Frankfurt gleich zu Beginn war offensichtlich ein Problem. „Die Spieler waren körperlich sicherlich nicht bei einhundert Prozent, aber wir hatten uns gut regeneriert“, sagte der Ulmer Coach.

Bleibt als Erklärung für den schwachen Auftritt gegen Homburg eigentlich nur die mentale Komponente. Die Einstellung der Spieler war bei weitem nicht so wie eine Woche zuvor – auch wenn das keiner der SSV-Akteure einräumen wollte.

Pleite gegen Homburg

Fakt am Samstag im Donaustadion vor der enttäuschenden Kulisse von 1789 Zuschauer war: Homburg war den Ulmern in fast allen Belangen überlegen. Die Saarländer hatten mehr Ruhe am Ball, waren zweikämpfstärker und gedanklich schneller, präsenter. Ein Offensivspektakel veranstaltete der Spitzenreiter zwar nicht, dafür war er sehr effektiv. Zwei Torchancen reichten Homburg zum 2:0-Auswärtssieg.

Die Gäste profitierten von einem Ulmer Abwehrfehler in der 15. Minute und einem Foulelfmeter, den Johannes Reichert in der 55. Minute verursacht hatte. Patrick Dulleck und Alexander Hahn nutzten diese Fehler zu zwei Treffern.

Den Ulmern fehlte die Durchschlagskraft im Spiel nach vorn. Zwar war die Begegnung lange umkämpft, doch Torchancen blieben Mangelware. Wenn der SSV 46 doch mal zum Abschluss kam, war Homburgs Torhüter David Salfeld zur Stelle, wie etwa bei Distanzschüssen von Felix Nierichlo (43.) und Luigi Campagna (50.), der am Samstag ohne gelbe Karte davon kam.

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So spielten sie

SSV Ulm 1846  – FC Homburg

0:2

SSV Ulm 1846 Fußball: Ortag – Bradara, Krebs, Reichert, Schindele – Gutjahr, Campagna, Nierichlo (63. Viventi) – Kienle, Morina (63. Braig), Lux (69. Schmitt).
Tore: 0:1 Dulleck (13.), 0:2 Hahn (55./Foulelfmeter).
Gelbe Karten: Kienle, Reichert – Lienhard.
Schiedsrichter: Patrick Kessel (Norheim).
Zuschauer: 1789.

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