Nachruf Trauer um Franz Häußler

Überraschend gestorben: Franz Häußler.
Überraschend gestorben: Franz Häußler. © Foto: Volkmar Könneke
Erbach / wfv 13.02.2018

Das Jubiläumsturnier des Fußball- Stadtpokals mit der 50. Auflage im Jahre 2019 hatte er sich als Ziel gesetzt. Daraus wird nichts mehr. Franz Häußler, der langjährige Organisator der Ulm/Neu-Ulmer Traditionsveranstaltung, ist überraschend im Alter von 80 Jahren gestorben.

Vor gut drei Wochen noch hatte er in bekannter Manier auf dem Kuhberg das Pokalturnier in der Halle mit 29 Mannschaften souverän durchgeführt, um sich danach einer Hüftoperation zu unterziehen.  Die Organisation des Stadtpokals hatte Häußler, der seine Ziele stets umstandslos ansteuerte und seine Meinung unverblümt preisgab, im Jahre 1992 von den Gründern Franz Werner und Eugen Dangel übernommen. Mit den acht Vereinen ESC Ulm, Sportbund Ulm, SSV Ulm 1846, VfB Ulm, TSG Söflingen und Ausrichter VfL Ulm sowie den „geduldeten“ Nachbarn SV Thalfingen und TSV Blaustein startete 1970 das erste Turnier, das inzwischen eine dauerhafte Einrichtung und ein fester Bestandteil in der Vorbereitung vieler Ulmer und Neu-Ulmer Vereine auf die neue Saison geworden ist.

Aktiv in Einsingen und Laupheim

Der Stadtpokal war nicht das einzige Aktionsfeld Häußlers. Als Schiedsrichter leitete er viele Jahre Fußballspiele bis zur dritthöchsten Spielklasse Deutschlands. Er engagierte sich schon früh beim TSV Einsingen in der Jugendarbeit und leitete dort die Fußballabteilung. Der Vater zweier Töchter fand bei seiner Ehefrau Johanna Verständnis für seine Fußball-Leidenschaft.

Beim FV Olympia Laupheim war der in Erbach wohnende Häußler Stadionsprecher. 1997 nahm er die ehrwürdige Sprecherkabine in Beschlag und versorgte aus dieser nur wenige Quadratmeter großen Räumlichkeit die Zuschauer mit markanter Stimme und Herzblut mit wichtigen Infos. Das legendäre Laupheimer A-Jugend-Osterturnier moderierte er bis zu dessen Ende 2014. Als Fan der Mannschaft begleitete er die Olympia-Fußballer bis zuletzt zu Auswärtsspielen.

Die Trauerfeier mit anschließender Beerdigung findet am Donnerstag (14 Uhr) in  der katholischen Pfarrkirche in Erbach statt.