Fußball Torwart Bayer hält und trifft

Die rot-bedressten Söflinger Niklas Nolle (links) und Moritz Fichter (mit erhobenen Armen) peilen nach 20 Jahren Kreisliga wieder die Bezirksliga an.
Die rot-bedressten Söflinger Niklas Nolle (links) und Moritz Fichter (mit erhobenen Armen) peilen nach 20 Jahren Kreisliga wieder die Bezirksliga an. © Foto: Matthias Kessler
Staig / Detlef Groninger 18.06.2018

Die TSG Söflingen darf weiter von der Rückkehr in die Fußball-Bezirksliga träumen. In der zweiten Relegationspartie zweier Kreisliga-A-Vizemeister setzte sich der Donauvertreter mit 4:2 (1:1, 1:1, 0:1) nach Elfmeterschießen gegen den Illerklub SGM Aufheim/Holzschwang durch. Vor 900 Zuschauern in Staig entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Während der regulären Spielzeit hatte die TSG Söflingen zwar mehr Ballbesitz, die SGM verzeichnete aber die größeren Torgelegenheiten.

Nach einer Traumkombination hatte Daniel Stumpp (11.) die Mannschaft von Trainer Ronny Tegatz in Führung gebracht. Die Aufheimer und Holzschwanger hatten im ersten Relegationsspiel den Alb-Klub TSV Blaubeuren mit 3:2 ausgeschaltet. Söflingen konnte sich bei Torwart Pascal Bayer bedanken. Mit drei weiteren Glanztaten verhinderte er weitere Gegentreffer und sorgte dafür, dass die TSG nicht noch höher in Rückstand geriet. Mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 17 Metern Entfernung sorgte Leon Buchholz (47.) für den Ausgleich.

Laufintensives Spiel

Beide Mannschaften waren zumeist am gegnerischen Strafraum mit ihrem Latein am Ende. In der Verlängerung egalisierten sich dann die Kontrahenten. Die Spieler kamen nach der laufintensiven Begegnung schon auf dem Zahnfleisch daher. Wirklich gefährliche Strafraumaktionen gab es in den 30 Zusatzminuten nicht mehr.

So musste das Elfmeterschießen die Entscheidung bringen. Dort erwies sich Söflingens Schlussmann Bayer erneut als Meister seines Fachs. Erst sorgte er mit seinem verwandelten Versuch für die TSG-Führung, dann entschärfte er drei Schüsse der SGM Aufheim/Holzschwang.

„Die etwas glücklichere Mannschaft hat gewonnen. Ich schätze auch, was der Gegner im Verein tut. Sie setzen wie auch wir extrem auf die Spieler aus dem eigenen Nachwuchsbereich. Das imponiert mir“, sagte der Trainer der TSG Söflingen, der Vater von Schlussmann Pascal.

Am Freitag (18 Uhr) steht nun das „Relegations-Finale“ gegen den Bezirksligavertreter SV Asselfingen auf dem Programm. Dort geht es um den letzten freien Platz in der Bezirksliga. Wegen der zusätzlichen Belastung mit den 120 Minuten Spielzeit gegen die SGM wachsen ihm keine grauen Haare. „Ich mache mir deswegen keine Sorgen. Ich traue dieser Mannschaft alles zu. Die Spieler haben sogar ihre Urlaubsplanung hinter den sportlichen Erfolg gestellt“, lobte Bayer. Voller Zuversicht ist auch Abteilungsleiter Berthold Fichter: „Jetzt müssen wir eben noch einmal ein Brett bohren.“

Entscheidung fällt am Freitag

Weiter geht es am Freitag (18 Uhr) in Dornstadt in der Relegation zur Bezirksliga. Die TSG Söflingen fordert den Bezirksliga-15. SV Asselfingen heraus. Der Sieger spielt in der neuen Runde in der Bezirksliga. Asselfingen war im vergangenen Jahr erst über diese Zusatzschicht mit einem Erfolg gegen den Bezirksligisten TSV Blaubeuren (3:2) aufgestiegen. Die TSG Söflingen war 1998 letztmals Mitglied der höchsten Spielklasse im Bezirk. dg

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