Fußball Sympathischer Auftritt

Florian Krebs im Sportstudio. Dort gewann er nach dem Pokalcoup auch das Torwandschießen.
Florian Krebs im Sportstudio. Dort gewann er nach dem Pokalcoup auch das Torwandschießen. © Foto: imago/Martin Hoffmann
Ulm / Gerold Knehr 20.08.2018

Eigentlich wollte Forian Krebs nach dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt mit Freundin und Eltern am Samstag Abend Essen gehen. Doch ein Spiel dauert nicht nur 90 Minuten, und der Pokal hat eigene Gesetze. Nach dem auch für den Spatzen-Kapitän unerwarteten 2:1-Coup des SSV Ulm 1846 Fußball gegen Eintracht Frankfurt musste Krebs umplanen. Statt in eine Ulmer Gaststätte ging es nach Mainz ins „Aktuelle Sportstudio“ zum Nachspiel.

Gegen 18.30 Uhr kam die ZDF-Anfrage, um 19 Uhr saß Krebs bereits im Auto eines ZDF-Fahrers, der ihn am Stadion abholte. In Mainz erwartete ihn nach dreistündiger Fahrt Moderator Sven Voss zu einem kurzen Vorbereitungsgespräch. „Dass ich dann in der Sendung als Prominenten-Imitator auftreten sollte, das hat er mir nicht gesagt“, berichtete Krebs am Sonntag.

Vor einem Jahr war der 29-Jährige auf einem SSV-Facebook-Video schon einmal als Imitator von Oliver Kahn, Franz Beckenbauer und Reiner Calmund aufgetreten. Diesen viel geklickten Internet-Clip entdeckten nun auch die Sportstudio-Redakteure. Voss ermunterte der Ulmer Kapitän, seine latenten Talente vor den 1,29 Millionen Zuschauern zu offenbaren. Und Krebs begann zu improvisieren. Der Ulmer Abwehrchef kam mit seinen Antworten und seinen eher unbekannten Künsten sympathisch rüber. Und der bekannte Imitator von Sportgrößen, Matze Knop, hat plötzlich einen neuen Konkurrenten.

 Nach der Livesendung fuhr ihn der ZDF-Mitarbeiter zurück ans Donaustadion, um 3 Uhr schließlich war Krebs zu Hause in Langenau bei seiner Freundin und seinen Eltern, die auf Besuch waren. Die hatten seinen Fernsehauftritt nach dem Essen zu dritt zu Hause am TV-Gerät verfolgt.

Unmittelbar nach dem Spiel hatte Krebs bereits im Donaustadion zahlreiche Interviews geben müssen. Mit dabei waren auch die beiden Söhne der Schwester seiner Freundin. Dem Kleineren der beiden Buben wurde der lautstarke Trubel allerdings zu viel. Er fing an zu weinen.

Feuchte Augen hatten an Samstag nicht nur Kinder, sondern auch gestandene Spieler wie Steffen Kienle oder auch Krebs. „Mit dem 1. FC Heidenheim habe ich schon einmal ein DFB-Pokalspiel in der ersten Runde gewonnen – gegen Werder Bremen. Aber da war ich Ersatzspieler und habe nur ein paar Minuten am Schluss gespielt. Jetzt war ich als Kapitän auf dem Platz. Das Spiel war auf jeden Fall der Höhepunkt meiner sportlichen Karriere.“

Am liebsten wieder ein Erstligist

Für die zweite Runde erhofft sich Krebs noch einmal eine solche Atmosphäre, wie sie am Samstag  im ausverkauften Donaustadion herrschte. „Die Stimmung war einmalig. Hoffentlich erwischen wir in der zweiten Runde einen Bundesligisten und  bekommen eine ähnliche Atmosphäre noch einmal hin“, wünscht sich der SSV-Kapitän. Eine mögliche zweite Siegesfeier allerdings möchte er nicht mehr verpassen. Ins Sportstudio muss dann ein anderer fahren.

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