Aufheim/Holzschwang / DETLEF GRONINGER Nach dem sanften Beschnuppern kam die harmonische Vereinigung und dann die Leistungsexplosion. Die SG Aufheim/Holzschwang mit Stürmer Philipp Sigg ist der Überflieger im Fußball-Bezirk.

Die 34 Punkte aus zwölf Partien der SG Aufheim/Holzschwang, Spitzenreiter der Kreisliga B/Staffel Iller, sind der Vorzeigewert im Fußball-Bezirk. Nur B/Alb-Primus FC Blaubeuren hat noch eine derartige Erfolgsbilanz vorzuweisen. "Dass es so super läuft, hat bei uns keiner erwartet", bekennt der SG-Angreifer Philipp Sigg, mit neun Toren zweiterfolgreichster Torjäger nach Christoph Ibele (13).

Der Zusammenschluss der beiden Mannschaften des B/Iller-Spitzenklubs SV Aufheim, wo in der Vorrunde die Übungseinheiten und Heimspiele ausgetragen werden, und des A/Iller-Absteigers Holzschwanger SV zur Spielgemeinschaft Aufheim/Holzschwang lieferte den Startschuss für eine neue Zeitrechnung. "Es konnte uns nichts Besseres passieren", gibt der 23-jährige Aufheimer Sigg zu. "Das ist für beide Vereine auf Dauer die beste Lösung, nachdem die nächsten Jahre zu wenig aus dem Juniorenbereich herauskommt."

Zumal die Annäherung der Spieler der Mannschaften ohne Berührungsängste und Ressentiments über die Bühne ging. Bevor das erste gemeinsame Training absolviert wurde, hatten sich die Kicker aus beiden Klubs insgesamt schon dreimal getroffen. "Du hast dann schnell gemerkt, dass das untereinander passt und wir zusammenfinden. Die Rivalität zwischen Aufheim und Holzschwang gibt es sowieso nicht", ergänzt Sigg, der von Trainer Laurino die Nobile, zuvor sportlicher Kommandogeber in Holzschwang, zum Mannschaftskapitän befördert wurde.

"Wir haben viel Spaß im Training und unternehmen auch viel gemeinsam. Wir haben nun personell viel mehr Möglichkeiten. Wir sind auch bei einem Spielerwechsel nicht platt zu kriegen", sagt Sigg. "Wir sind aber nicht der FC Bayern München, der problemlos acht Stammspieler ersetzen kann."

Der Erfolg mit elf Siegen und einem Unentschieden vor dem Duell morgen um 15 Uhr gegen den FV Bellenberg dient als Nachweis für das harmonische Miteinander der Spieler. Mindestens 20 Akteure der ersten Garnitur sind ständig im Training. Wobei der Anteil an ehemaligen Aufheimern und Holzschwangern sich dabei die Waage hält. "Der Konkurrenzkampf ist deutlich größer geworden. Wir verbessern uns und entwickeln uns so auch weiter", schwärmt Sigg. Trotz acht Punkten Vorsprung auf Verfolger FC Illerkirchberg tritt er aber noch auf die Euphoriebremse. Sigg: "Wir freuen uns über Platz eins. Wir müssen dafür aber Woche für Woche hart arbeiten. Der Aufstieg ist für uns kein Muss."