SV Asselfingen SV Asselfingen: Ein Aufstieg wie ein Blitzschlag

Trotz Roter Laterne zuversichtlich: Paul Barth.
Trotz Roter Laterne zuversichtlich: Paul Barth. © Foto: Rudi Apprich
Detlef Groninger 23.09.2017
Eigentlich hatte der SV Asselfingen die Weichen für die Kreisliga A gestellt. Doch dann kam die Relegation – und alles lief anders als geplant.

Der Aufstieg in die Bezirksliga schlug wie ein Blitz aus heiterem Himmel beim SV Asselfingen ein. „Damit hatte keiner bei uns gerechnet. Das kam völlig überraschend“, gesteht Innenverteidiger Paul Barth. Der Sprung nach oben über die Relegation warf alle ursprünglich getätigten Planungen für eine weitere Saison in der Kreisliga A/Alb über den Haufen. „Für die Bezirksliga sind wir vom Kader eigentlich nicht breit genug aufgestellt“, stellt Trainer Imran Karaman klar.

 Bei 16 Akteuren für die erste Garnitur hält sich die Qual der Wahl bei ihm in Grenzen. Zumal mit Abwehrchef Max Bollinger (Auslandssemester) und Verteidigerkollege Nicolas Hupe (Muskelriss in der Wade) zwei Leistungsträger erst 2018 wieder eingreifen können. Und mit Paul Härtel beginnt im Oktober der dritte Eckpfeiler aus der Vierer-Abwehrkette sein Sport-Studium in Köln.

 Zudem ist für den Großteil der Mannschaft die Bezirksliga absolutes Neuland. „Du merkst, dass ein anderes Niveau herrscht. Das Tempo ist höher und es geht härter zu. Wir müssen uns erst einmal zurechtfinden“, meint SVA-Eigengewächs Barth, Maschinenbau-Student an der Hochschule Ulm. Vier Niederlagen nach vier Partien und die rote Laterne lassen die Alarmglocken in Asselfingen, am Sonntag (15 Uhr) Austragungsort für das Kellerduell gegen den Vorletzten und Mitaufsteiger SC Türkgücü Ulm, zwar noch nicht läuten. Allzu viele Tage dürfen aber beim zweimaligen Bezirkspokalsieger (1974, 2003) nicht mehr ins Land ziehen, bis der Knoten platzt. Sonst ist der Zug schon frühzeitig in Sachen Klassenerhalt abgefahren. „Die Mannschaft ist völlig intakt. Es wird mit der Zeit aber immer schwieriger, die Leute bei Laune zu halten“, gibt Karaman zu. „Ich bin aber guter Dinge.“

 Auch Barth zieht seine positive Grundeinstellung aus dem Zusammenhalt innerhalb des Kaders – trotz der sportlichen Talfahrt. „Hier herrscht auch noch eine Kameradschaft außerhalb des Platzes. Wenn die Trainingsbeteiligung so hoch bleibt wie in der vergangenen Saison, können wir den Abstieg verhindern. Das fußballerische Potenzial ist vorhanden“, betont der 20-Jährige.

Die Spieler treffen sich zum Fußball-Golf, Tennis oder anderen gemeinsamen Unternehmungen. Selbst im Abstiegsfall scheint keine Gefahr zu bestehen, dass der Laden dann in Asselfingen auseinanderbricht. Barth: „So weit wird es bestimmt nicht kommen.“