Fußball Stürmerin vom FV Asch-Sonderbuch spielt in der kroatische U-19-Nationalmannschaft

Hat noch Großes vor: Matea Bosnjak (rechts), Vollblut-Stürmerin aus Asch-Sonderbuch, darf international ran.
Hat noch Großes vor: Matea Bosnjak (rechts), Vollblut-Stürmerin aus Asch-Sonderbuch, darf international ran. © Foto: Frey
Asch / DETLEF GRONINGER 28.03.2014
Ehrgeizig, technisch versiert und ein Schlitzohr - diese Attribute treffen auf Fußballerin Matea Bosnjak zu. Die B-JuniorenStürmerin vom FV Asch-Sonderbuch ist inzwischen kroatische U-19-Nationalspielerin.

Das runde Leder ist das Ein und Alles für die 16-jährige Matea Bosnjak. "Sie hat immer schon Fußball gespielt. Puppen waren bei ihr nie ein Thema", meint Mutter Katharina Bosnjak. Schon im Alter von vier Jahren jagte die Tochter auf den Bolzplätzen, auf dem Asphalt und bis zu den E-Junioren mit den Jungs in einer Mannschaft beim TSV Laichingen dem Ball hinterher. "Sie ist eine Straßen- und Instinktfußballerin, hat ein Durchsetzungsvermögen und ist in positivem Sinn ein Lausbub", fügt Trainer Thomas Kirsamer von den Oberliga-B-Juniorinnen des FV Asch-Sonderbuch, am Samstag um 16 Uhr beim VfL Sindelfingen II zu Gast, hinzu.

"Sie hat Temperament und ist recht laut. Sie war dann leise, als wir mit der Mannschaft einmal im Hochseilgarten waren." Elf Saisontreffer gehen auf das Konto von Bosnjak. Zusammen mit WFV-Auswahlkickerin Tamara Würstle, im Mannschaftskreis das Duo Infernale was den Spaßfaktor betrifft, ist sie für 26 der bisherigen 38 Tore verantwortlich. Die Qualitäten der gebürtigen Laichingerin Bosnjak haben sich längst bis in die kroatische Hauptstadt Zagreb herumgesprochen. Inzwischen hat sie vier Einsätze in der U-19-Nationalmannschaft. "Das ist natürlich eine Ehre für mich, für mein Heimatland zu spielen", erklärt die robuste Vollblutstürmerin. Die Empfehlung für Bosnjak kam aus Griesingen von ihrer Freundin Victoria Stvoric, Junioren-Bundesligaspielerin beim SV Alberweiler und ebenfalls U-19-Nationalspielerin von Kroatien.

Im März feierte Bosnjak ihre Länderspielpremiere gegen den zweimaligen Europameister Polen (0:4 und 1:2). Dann kam die Gymnasiastin noch beim Vier-Nationen-Turnier in Sarajewo gegen Bosnien (0:3) und gegen Montenegro beim 3:5 (2:2) nach Elfmeterschießen zum Einsatz. Dabei war sie die einzige erfolgreiche Schützin in der Zusatzschicht für Kroatien. "Nach einem Tritt gegen meinen rechten Knöchel gegen Montenegro konnte ich gegen Griechenland nicht mehr mitwirken", so Bosnjak.

Doch Nationaltrainer Robert Krznaric war angetan von den Leistungen des beidfüßig starken Talents. "Sie hat sich gegen Bosnien gut präsentiert und war gegen Montenegro eine der besten Spielerinnen", lobt Krznaric. Zur Belohnung wurde Bosnjak auch für die erste Qualifikations-Gruppenphase zur U-19-Europameisterschaft eingeladen. Vom 2. bis 10. April trifft Kroatien in Zagreb auf Russland, Schottland und Island. Die beiden Top-Mannschaften sind in der nächsten Runde mit dabei. "Ich denke, wir haben gute Chancen", meint Bosnjak.

Auch national sind Bundesligist SV Alberweiler oder die Jugendinternate des SC Freiburg und von 1899 Hoffenheim auf das fußballerische Juwel aufmerksam geworden. Eine Entscheidung über ihre sportliche Zukunft hat Bosnjak, deren Vorbilder die deutsche Nationalspielerin Fatmire Alushi (geborene Bajramaj) und FC Bayern-Torjäger Mario Mandzukic sind, noch nicht getroffen. "Ich will weiter in der Nationalmannschaft und einmal bei den Frauen bei einem Spitzenklub spielen", betont sie. Bosnjak rückt noch im Juli nämlich aus dem Juniorinnenbereich zu den Frauen auf. Kirsamer: "Sie kann es schaffen, höherklassig zu spielen. Es ist nur etwas schwierig, sie in taktischer Hinsicht zu disziplinieren."

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