Fußball Steffen Kienle bleibt den Spatzen treu

Akrobat schön. Der derzeit verletzte Steffen Kienle bleibt weiter für die Spatzen am Ball.  
Akrobat schön. Der derzeit verletzte Steffen Kienle bleibt weiter für die Spatzen am Ball.   © Foto: Langer/Eibner
Ulm / Gerold Knehr 11.01.2019

Nicht nur wegen des Wintereinbruchs und der Absage des für heute geplanten Testspiels beim Drittligisten SpVgg Unterhaching muss Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball improvisieren. Auch was die geplante Ausgliederung des Lizenzspielerbereiches in eine Kapitalgesellschaft betrifft, gibt es Änderungen. Wie auch im Jugendbereich.

Geplant war die Ausgliederung des Lizenspielerbereichs rückwirkend für den Beginn dieser Saison. Dafür hätten die Vorstände Thomas Oelmayer (Öffentlichkeit und Marketing), Alexander Schöllhorn (Finanzen) und Anton Gugelfuß (Sport) bis Februar die Zustimmung des Aufsichtsrates und der Mitglieder bekommen müssen. „Wir haben das Prozedere unterschätzt“, räumt Gugelfuß ein.

So erwies sich die Suche nach einem hauptamtlichen Geschäftsführer, der sämtliche Bereiche abdecken sollte, laut Gugelfuß als „die nach einer eierlegenden Wollmichsau“ Nach elf vergeblichen Vorstellungsgesprächen schwenken die Spatzen jetzt um. Der Posten wird auf zwei Personen aufgeteilt. Eine soll den kaufmännischen Bereich verantworten, die zweite sich um sportliche Belange kümmern. „Wir haben den Druck aus dem Kessel genommen. Neues Ziel ist die Ausgliederung in der Saison 2019/20“, sagt Gugelfuß.

Auf Hochdruck laufen die Arbeiten für das neue Funktionsgebäude am Donauufer, das auch die Anforderungen für ein neues Nachwuchsleistungszentrum erfüllt. Am 12. April soll der Bau im Beisein von DFB-Präsident Reinhard Grindel eingeweiht werden.

Fabian Hummel, Trainer der Oberliga-A-Junioren, hört am Saisonende auf. Er konzentriert sich künftig auf seine Aufgaben beim Oberligisten FV Ravensburg, wo er in der Geschäftsführung tätig ist und in der neuen Runde auch noch Sportlicher Leiter und U-23-Trainer sein wird. Sein Kollege Philipp Maier hat aus privaten Gründen seine Aufgaben als Video-Analyst bei der ersten Mannschaft und als B-Junioren-Trainer des Bundesligateams abgegeben. Für ihn rückt der bisherige Co-Trainer Philipp Weidmann auf. Als Video-Analyst ist wie berichtet nun U-16-Trainer Oliver Seitz tätig. Neu im Leitungsteam des Nachwuchsbereiches ist Peter Trefzger, der weiterhin die vereinseigene Fußballschule leiten wird.

Wohl kein Ersatz für Adrian Beck

Eine wichtige Personalie gibt es beim Regionalliga-Team. Stürmer Steffen Kienle, der mit seinem starken Auftritt beim DFB-Pokalcoup gegen Eintracht Frankfurt auch höherklassig auf sich aufmerksam machte, hat seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bis Juni 2021 verlängert. Nach erfolgreicher Kreuzband-OP befindet sich der 23-Jährige im Aufbautraining. Ein Einsatz noch in dieser Runde ist allerdings unwahrscheinlich.

Einen Ersatz für den abgewanderten Adrian Beck (siehe Info) wird es wohl nicht geben. „Wir haben immer noch einen großen, funktionierenden Kader und müssen keine Not-Verpflichtungen betätigen“, sagt Gugelfuß. Vielmehr setzen die Spatzen auf eine starke Rückrunde von Vinko Sapina und Albano Gashi, die im vergangenen Sommer keine komplette Vorbereitung hatten.

Flexibilität ist angesichts der Witterung auch bei Trainer Holger Bachthaler gefragt. Er wich zuletzt ins Olympia-Studio nach Blaustein und in die Rommel-Kaserne aus. Mit Hilfe des SV Jungingen wird regelmäßig der Kunstrasen vom Schnee befreit.

Wechsel zu Multi-Kulti-Team

Adrian Beck hat wie berichtet den SSV Ulm 1846 Fußball verlassen. Neuer Klub des 21 Jahre alten Mittelfeldtalentes ist der belgische Zweitligist Royal Union St. Gilloise, der momentan Platz drei belegt. Becks neues Team ist eine echte Multi-Kulti-Truppe mit Spielern aus 18 Nationen. „Wir verlieren ihn ungern, aber er hat uns unmissverständlich klar gemacht, dass er wechseln möchte“, sagt Anton Gugelfuß. Immerhin bekommen die Spatzen laut des Sportvorstandes eine „ordentliche Ablösesumme“.

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