Ulm SSV: Spatzen-Fans machen Randale in Grimmelfingen

Ulm / DG 10.06.2013
Fußball-Anhänger des SSV Ulm 1846 haben wieder für Randale gesorgt. Sogenannte Fans der Spatzen provozierten beim entscheidenden Bezirksliga-Spiel der zweiten Mannschaft um die Meisterschaft in Neenstetten beinahe einen Spielabbruch.

Nach dem 1:2-Anschlusstreffer der Neenstetter wurden ein Akteur der Gastgeber sowie der Schiedsrichter Peter Strobel (Kirchheim am Ries) massiv verbal von Personen aus dem Ulmer Anhang bedroht. Erst nachdem Neenstetter Ordner und die SSV-Fanbeauftragten die Szenerie beruhigt hatten und zwei Ulmer Fans den Ort des Geschehens verlassen mussten, konnte das Spiel weiterlaufen.

Aber auch nach dem 3:1-Sieg des SSV 1846 II und dem damit verbundenen Landesliga-Aufstieg hatten die Chaoten noch nicht genug. Danach fuhr der Bus mit Mannschaft und Fans zum Sportheim des SV Grimmelfingen, der punktgleich hinter dem SSV 46 Platz zwei im Titelrennen belegt hatte. Dabei zündeten Fans nach Aussagen von Funktionären beider Teams bengalische Feuer, provozierten die Grimmelfinger und zettelten ein Handgemenge an. "Unser Bus wäre nie dorthin gefahren, wenn ich mitgefahren wäre", sagte Ulms Trainer Martin Blankenhorn. Der Betreuerstab des SSV 1846 war vorab zurückgefahren. Grimmelfingens Präsident Michael Göttler: "Die Situation wäre eskaliert, wenn unsere Leute nicht besonnen reagiert hätten."

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