Ulm SSV: Erstes Heimspiel auf neuem Rasen im Donaustadion

Am Samstag beginnt für den neuen Rasen im Donaustadion mit dem Heimspiel gegen den KSC II auch der Dauer-Härtetest in der Fußball-Oberliga.
Am Samstag beginnt für den neuen Rasen im Donaustadion mit dem Heimspiel gegen den KSC II auch der Dauer-Härtetest in der Fußball-Oberliga. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / WINFRIED VOGLER 23.10.2015
Viermal musste Oberligist SSV Ulm 1846 Fußball nach Erbach ausweichen, jetzt steht wieder das „Wohnzimmer“ Donaustadion für Punktspiele zur Verfügung. Am Samstag empfangen die Spatzen den Karlsruher SC II.

Auf diesen Tag haben die Oberliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 lange hingefiebert. Nach vier Spielen im Erbacher Exil können die Spatzen wieder daheim im Donaustadion antreten. Exakt 160 Tage nach dem letzten Heimpartie (0:2-Niederlage gegen den Bahlinger SC) kehrt der Tabellensiebte am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf swp.de) wieder in sein vertrautes „Wohnzimmer“ zurück - zum Duell gegen die U 23 des Zweitligisten Karlsruher SC.

Auswärts hui, daheim pfui: Der SSV 46 tritt in der bisherigen Saison in der Fremde deutlich mutiger und unbedarfter auf, als bei seinen bisherigen Heimspielen im Ausweichquartier Donauwinkelstadion. Dies offenbart jedenfalls die Heim- und Auswärtsstatistik der Fußball-Oberliga, in der die Mannschaft von Trainer Stephan Baierl unterschiedliche Platzierungen einnimmt. Während die Spatzen in bislang sechs Auswärtspartien zwölf Punkte (11:6 Tore) sammelten und damit Dritter dieser Wertung sind, erreichten sie daheim in vier Spielen gerade mal sieben Zähler (8:7) und nehmen den 13. Platz ein. Sind diese Statistiken Schall und Rauch oder geben die Zahlen Einblick in die Psyche des SSV-Teams?

Baierl will von einer vermeintlichen Heimschwäche seiner Truppe nach erst vier Auftritten nicht reden. „Auf neutralem Platz ist es klar schwieriger als in heimischer Umgebung“, betont der Coach und räumt ein: „In Erbach sind wir nicht immer souverän aufgetreten. Deshalb erwarte ich im Wohnzimmer, dass der Heimvorteil ins Gewicht fällt.“ Vor dem Gegner zeigt Baierl großen Respekt: „Karlsruhe steht nicht umsonst auf Platz drei und hat mit Kai Luibrand einen treffsicheren Torjäger in seinen Reihen“, sagt er. Sieben Treffer hat der KSC-Stürmer, der schon bei den Ulmer A-Junioren gespielt hat, bereits erzielt.

„Der Platz ist richtig klasse geworden. Es ist ein Privileg, darauf zu spielen“, sagt Trainer Baierl, der heute mit seinem Team im Donaustadion die erste Trainingseinheit absolviert. „Wir werden mit offenem Visier in diese Partie gehen“, verspricht der Trainer und versichert: Nach zuletzt zwei Unentschieden „wissen die Spieler, dass sie jetzt abliefern müssen“.

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