Einzug in DFB-Pokal SSV Ulm 1846 triumphiert im WFV-Pokal

Stuttgart / Winfried Vogler und Gerold Knehr 25.07.2018
Der Traditionsklub aus Ulm schlägt im Endspiel des WFV-Pokals den Außenseiter Ilshofen 3:0 und zieht in den DFB-Pokal ein.

Den größten Erfolg dieser Fußballsaison haben sich die Spatzen bis zum letzten Spiel aufgehoben. Der Favorit und Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball besiegte im WFV-Pokalfinale den Außenseiter TSV Ilshofen 3:0. Den ersten Treffer für den Regionalligisten gegen den Verbandsligisten erzielte Johannes Reichert in der 9. Minute, ein Doppelschlag von Steffen Kienle (30., 43.) brachte bereits zur Pause eine Vorentscheidung.

Der Rest war pure Ekstase im Stuttgarter Gazi-Stadion auf der Waldau. Mehr als 1500 überglückliche Anhänger der Spatzen unter den 3900 Zuschauern feierten auf den Rängen der Degerlocher Arena den achten WFV-Pokalerfolg des schwarz-weißen Traditionsklubs. Damit ist der SSV Ulm 1846 nunmehr alleiniger Rekordsieger ­– sieben Mal war bislang der VfR Aalen erfolgreich.

Tränen in den Augen

Ulms scheidender Trainer Tobias Flitsch hatte Tränen in den Augen, als Kapitän Florian Krebs den Pokal, überreicht von WFV-Präsident Matthias Schöck, in die Höhe stemmte.

Der erhoffte und letztlich nie gefährdete Triumph bringt die Ulmer in der kommenden Saison in den DFB-Pokal (1. Hauptrunde vom 17. bis 20. August) – und Flitsch verabschiedete sich in seinem letzten Spiel als Spatzen-Trainer mit einer tollen Erinnerung. „Ich freue mich über den Titel, das ist etwas ganz Besonderes. Das, was wir geleistet haben, das war groß“, sagte Flitsch.

Flitsch triumphierte ausgerechnet in der Arena, in der er nächste Saison als Trainer der in die Oberliga abgestiegenen Stuttgarter Kickers arbeiten wird. „Das war quasi mein erster Heimsieg“, strahlte der 38-Jährige, der ein Riesenlob an die vielen mitgereisten Anhänger aussprach. „Unsere Fans haben uns toll unterstützt, das hat uns beflügelt.“

3:0 noch glimpflich

Das 3:0 zur Pause konnte angesichts von mindestens fünf vergebenen hochkarätigen Torchancen des SSV 1846 noch als glücklich für den Sechstligisten gelten, aber jenseits der Statistik vermittelte der Außenseiter einen robusten Eindruck, allerdings ohne Torgefahr.

Zur Pause nahm die Spatzen  den Glauben an den Pokalerfolg bereits mit in die Kabine. Die Frage war, ob die Hohenloher dem überlegenen Regionalligisten weiterhin Paroli bieten könnten.  Prompt folgte die Antwort: Der SSV 1846 ließ es gemächlicher angehen, so kam Ilshofen nach 54 Minuten zum ersten Eckball.

Nach 92 Minuten, in denen der Favorit aus Ulm die im zweiten Durchgang doch aufmüpfigeren Ilshofener in die Schranken verwiesen hatte, war Schluss.

Elf neue Spieler

Während die Ulmer Spieler den Cupsieg nun auf Mallorca feiern, gab der Verein die Verpflichtung von elf neuen Spielern, eines neuen Sportdirektors und eines neuen Co-Trainers für die Saison 2018/19 bekannt. Dass Holger Bachthaler neuer Cheftrainer der Spatzen werden würde, war bereits vorher bekannt.

So spielten sie

TSV Ilshofen – SSV Ulm 1846
Fußball

0:3

SSV 46: Birk – Schmidt, Krebs
(60. Neziri), Schindele, Kammerbauer
– Kienle (74. Bradara), Campagna, ­Reichert, Sauter (79. Bagceci) – ­Rathgeber (89. Celiktas), Braig.
Tore: 0:1 Reichert (8.), 0:2, 0:3 Kienle (30., 43.).
Gelbe Karten: Schmelzle – Sauter, Campagna, Braig.
Schiedsrichter: Lehmann
(Seitingen-Oberflacht).
Zuschauer: 3845 im Gazi-Stadion.

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