Spatzen SSV Ulm 1846 Fußball: Kai Wagner wechselt nach Gelsenkirchen

Dynamisch auf dem Weg nach vorne: Kai Wagner (rechts), der Abwehrspieler des SSV Ulm 1846.
Dynamisch auf dem Weg nach vorne: Kai Wagner (rechts), der Abwehrspieler des SSV Ulm 1846. © Foto: Eibner
WINFRIED VOGLER 23.06.2016
Schalke 04 schnappt sich Fußball-Talent Kai Wagner. Der 19-Jährige wechselt vom SSV Ulm 1846 in die U 23 der Königsblauen.

Am kommenden Montag startet der SSV Ulm 1846 Fußball in die neue Regionalliga-Saison. Bei der ersten  Trainingseinheit wird Kai Wagner nicht mehr dabei sein. Der FC Schalke 04 hat sich das 19-jährige Spatzen-Talent geschnappt und zur kommenden Saison für seine U-23-Mannschaft, die in der Regionalliga spielt, verpflichtet.

Kai Wagner sei ein hoch veranlagter und vielseitig einsetzbarer junger Spieler mit großem Entwicklungspotenzial, lautet die Einschätzung beim Revierklub. Oliver Ruhnert, Direktor Nachwuchs bei Schalke 04, hält große Stücke auf den Außenbahnspieler. Die Königsblauen haben Wagner ein Angebot unterbreitet, als Perspektivspieler soll er auch bei den Profis unter Markus Weinzierl Trainingszeiten absolvieren. Den neuen S04-Trainer kennt Wagner aus seiner Zeit beim FC Augsburg, wo er bei der U 19 eine halbe Saison spielte, dann aber wieder zum SSV 46 zurückkehrte. „Wir wollen ihm keine Steine in den Weg legen“, sagt Sportvorstand Anton Gugelfuß, und spricht von „einer ordentlichen Ablösesumme“. Die sich noch erhöhen könnte, sollte Wagner den Sprung in den Bundesligakader schaffen. Der 19-Jährige hatte beim SSV 46 noch einen Vertrag für die anstehende Spielzeit. Trainer Stephan Baierl bedauerte den Abgang und hätte mit Wagner gern den nächsten Schritt seiner Entwicklung unternommen. „Wenn das Transfergeld dem Verein gut tut, dann muss man als Trainer solche Entscheidungen als Win-win-Situation akzeptieren.“ Mit der aktuellen Verpflichtung von Claus Bückle vom Regionalliga-Absteiger SpVgg Neckarelz glaubt Trainer Baierl auf der linken Abwehrseite einen entsprechenden Ersatz gefunden zu haben.

Nach Burak Coban (zum VfB Stuttgart II) ist Wagner die zweite Stammkraft aus der erfolgreichen Oberliga-Meisterelf, die die Spatzen jetzt verlieren. Wagner hat in der abgelaufenen Saison 32 von insgesamt 34 Oberligaspielen absolviert und war auf der linken Abwehrseite eine feste Größe. Er schoss dabei ein Tor. Bis auf eine halbe Saison bei der U 19  des FC Augsburg hat der Lonseer die Jugendmannschaften des SSV 46 durchlaufen.

Wagner will die Chance nutzen, sich im Profi-Fußball zu etablieren: „Schalke ist ein interessanter Verein und eine gute Adresse. Ich möchte mich Stück für Stück weiterentwickeln und in der kommenden Saison erste Erfahrungen im Profi-Bereich sammeln“, kommentiert das Talent seine Wechselgründe. Seine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker muss er allerdings unterbrechen, da auf Schalke bei der U 23 professionell, das heißt zweimal täglich, trainiert wird.

Testspiele des SSV 46 Fußball:

Mittwoch, 29. Juni, gegen FC Augsburg U 23 (18 Uhr in Gersthofen), Freitag, 1. Juli, gegen TSV Kottern (18 Uhr in Sulzberg), Freitag, 8. Juli, beim SV Jungingen (18 Uhr), Samstag, 9. Juli, beim FC Memmingen (14 Uhr), Samstag, 16. Juli, beim SV Weidenstetten (15.30 Uhr) und bei der TSG Salach (15.30 Uhr), Montag, 18. Juli, gegen RB Leipzig U 23 (in Niederstotzingen), Samstag, 23. Juli, gegen SV Göppingen (14 Uhr in Oberelchingen).

Dauerkartenverkauf

Gratis-Heimspiele Ab sofort können Dauerkarten für die Heimspiele des SSV Ulm 1846 Fußball mit dem entsprechenden Bestellformular auf der Internetseite www.ssvulm1846-fussball.de bestellt werden. Eine Abholung ist ab 4. Juli wie gewohnt auf der Geschäftsstelle gegen Barzahlung möglich. Eine Karte kostet zwischen 120 Euro (Stehplatz) und 225 Euro (Haupttribüne). Eine Einzelkarte für die Haupttribüne ist in der Saison 2016/17 für 15 Euro zu erhalten. Wer sein Jahresticket bis zum 29. Juli bestellt, kommt in den Genuss, nur 14 der insgesamt 18 Heimspiele bezahlen zu müssen. Wer sich danach ab dem 30. Juli (Eingang der Bestellung) sein Abonnement sichert, bekommt immer noch einen Bonus von drei Gratis-Heimspielen auf seine Jahreskarte angerechnet. Es lohnt sich also. wfv