Zwei Spiele, null Punkte - den Start in die Saison 2019/20 hätte sich der SSV Ulm 1846 Fußball ganz anders vorgestellt. Der 0:2-Auftaktniederlage am vergangenen Montag bei Kickers Offenbach folgte nun am Samstag im Donaustadion ein 1:2 gegen die SV Elversberg. Beide Niederlagen waren nicht ganz unverdient. In beiden Begegnungen gab es Phasen, in denen der jeweilige Kontrahent den Spatzen überlegen war. Dies gilt vor allem in Sachen Torgefahr. Doch auch in der Defensive (je zwei Gegentore) muss das Team von Trainer Holger Bachthaler sicherer werden. „Es ist ärgerlich, wir haben gegen zwei Topteams verloren. Aber es ist kein Beinbruch. Jetzt müssen wir erst mal eine Nacht drüber schlafen und dann weiter an uns arbeiten“, lautete die erste Reaktion des Ulmer Coaches.

Spatzen finden nicht ins Spiel

Ähnlich wie in Offenbach hatten die Ulmer Probleme, ins Spiel zu finden. In der 32. Minuten lag nach der ersten Ecke für die Gäste die Elversberger Führung in der Luft. Den Kopfball von Thomas Gösweiner parierte Torhüter Christian Ortag glänzend, beim Nachschuss rettete Alessandro Abruscia auf der Torlinie.

War das der Wachrüttler? Gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Ulmer allmählich ins Spiel, ohne sich jedoch die ganz dicken Torchancen herausspielen zu können.

Was wäre gewesen, wenn … Diese Frage stellten sich die 2365 Zuschauer am Ende und zu Beginn der zweiten Halbzeit. In der 41. Minute schickte Burak Coban, der oftmals zu eigensinnig agierte, Ardian Morina mit einem präzisen Steilpass in den gegnerischen Strafraum. Elversbergs Torhüter Frank Lehmann warf sich Morina in den Weg – auf Kosten eines Foulelfmeters. Coban lief an - und scheiterte an Lehmann, der den nicht präzise genug geschossenen Ball an den Pfosten lenkte, von wo er wieder auf das Spielfeld rollte.

In der 51. Minute hatte Felix Higl die Riesenchance, das von Coban Versäumte nachzuholen und die Spatzen in Führung zu bringen. Nach einem Querpass von Ardian Morina traf er freistehend den linken Pfosten.

Elversberg gefährlicher vor dem Tor

Abgebrühter vor dem Tor und bei Standards viel gefährlicher als die Ulmer agierten die Elversberger. Nach einer zunächst abgewehrten Ecke war Patryk Dragon im zweiten Versuch erfolgreich und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung.

Noch aber war nichts verloren. Lennart Stoll startete in der 77. Minute über rechts einen Angriff. Ardian Morina legte den Ball mit Übersicht quer zu Coban. Der hatte keine Mühe, staubte zum 1:1 ab und machte damit sein Malheur beim Elfmeter zunächst mal wett.

Defensive patzt - „darf nicht passieren“

Coach Bachthaler wollte noch mehr, wechselte unmittelbar nach dem Ausgleich mit Vitalij Lux und David Braig zwei frische Stürmer ein. Doch der Schuss ging nach hinten los, weil nun die Defensive bockte. Drei Abwehrspieler und Torhüter Ortag waren sich uneins, wer klären sollte. Der Elversberger Del Angelo Williams nutzte die Situation zum 2:1-Siegtreffer für die Gäste. „So etwas darf auf diesem Niveau einfach nicht passieren“, schimpfte Bachthaler.

Mund abputzen, Brust raus – so muss das Motto nun für die nächste Begegnung lauten. Auch wenn das mit dem Selbstbewusstsein schwierig wird. Denn am kommenden Samstag (18 Uhr) kommt Zweitligist 1. FC Heidenheim zum DFB-Pokalspiel ins Donaustadion.

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Heidenheim

Zweiter Spieltag: SSV Ulm 1846 Fußball gegen SV Elversberg


SSV Ulm 1846 Fußball – SV Elversberg 1:2 (0:0)

SSV Ulm 1846 Fußball: Ortag – Stoll, Krebs, Reichert, Schmidts – Geyer – Gutjahr (70. Jann), Abruscia, Coban (77. Braig) – Higl (77. Lux), Morina.

Tore: 0:1 Dragon (65.), 1:1 Coban (77.), 1:2 Williams (81.).

Gelbe Karten: Krebs, Gutjahr, Stoll – Refheldt, Dürholtz, Kohler.

Schiedsrichter: Glaser (Freudenberg).

Zuschauer: 2365.