Ulm / SWP

Dies war der dritte Streich! Die Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 feiern nach einer Frustwoche ein glückliches Ende am Samstagnachmittag gegen den FSV Mainz 05 II. Ein Abwehrspieler erlöste die Spatzen beim dritten 1:0-Heimsieg in Folge. Als schon kaum noch jemand mit einem Tor rechnete, vollstreckte Abwehrspieler Lennart Stoll eine Minute vor der Halbzeit nach einem weiten Einwurf von Nico Gutjahr mit dem Kopf und erzielte seinen ersten Saisontreffer - der sich am Ende als Tor des Tages entpuppte.

Spatzen und Siegzwang

Der SSV 46 stand nach der unnötigen 1:2-Niederlage vor einer Woche in Walldorf schon unter Siegzwang. Trainer Holger Bachthaler nahm drei Veränderungen in der Startelf vor. Im Tor stand wieder Christian Ortag, David Braig agierte zusammen mit Ardian Morina an vorderster Front und auf die rechte Abwehrseite kehrte Bankdrücker Stoll, nach zuletzt zweimal nicht von Anfang an nominiert, in die Startformation zurück. Gegner Mainz 05 II machte zuletzt keine positiven Schlagzeilen und belegt aktuell als Drittletzter einen Abstiegsplatz. Der letzte Drei-Punkte-Erfolg (4:1) der Rheinhessen war am 14. September vergangenen Jahres – ausgerechnet gegen den SSV 46. Danach folgten neun Niederlagen und sieben Remis – nun die zehnte Pleite.

Jubel kurz vor Abpfiff der ersten Halbzeit

Die erste Großchance des Spiels hatten überraschend die Gäste, als Jannik Mause (7.) allein aufs Ulmer Tor zulief, Torhüter Ortag beim Herauslaufen zögerte, doch der Mainzer das Spielgerät knapp am Pfosten des Ulmer Tores vorbeischoss. Der SSV 46 bestimmte in der Folge zwar das Spiel, blieb aber meistens in der gut organisierten Gästeabwehr hängen. Ausnahmen: Einen Kopfball von Stoll (27.) lenkte der Mainzer Torhüter zur Ecke, genauso war der Gästekeeper zweimal bei guten Gelegenheiten von Albano Gashi (29./30.) auf dem Posten. Dann verpasste aussichtsreich David Braig kurz vor der Torlinie eine Flanke von Nicolas Jann ehe Abwehrmann Stoll die 1229 Zuschauer im Donaustadion vor dem Pausenpfiff doch noch jubeln ließ.

Zweite Hälfte deutlich schwächer

Nach dem Wechsel änderte sich nicht viel, da die Hausherren ihre wachsenden Konterchancen immer wieder verschluderten. Die Partie litt zusehends unter einem galoppierenden Niveauverlust, so dass die Zahl der Fehlpässe, Umständlichkeiten und Missverständnisse hüben wie drüben erheblich zunahm. Die Gastgeber zitterten ihren 14. Saisonsieg dann doch noch mehr recht als schlecht nach Hause. Damit war der Samstag für die Spatzen gerettet, die weiterhin das erfolgreichste Regionalligateam im eigenen Stadion sind.

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