Florian Krebs macht weiter. Der 31-jährige Kapitän von Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball wird auch im kommenden Jahr das 46er-Trikot tragen. Am Freitag unterschrieb er die Verlängerung, sein Vertrag wäre im Sommer ausgelaufen. So groß die Freude beim ehemaligen 3. Liga-Spieler ist, so überlegt war auch die Entscheidung. Krebs ist nicht nur der älteste Spieler im Team, sondern auch der einzige Profi, der nebenher in Teilzeit arbeitet.

Florian Krebs verlängert um ein weiteres Jahr

„Für mich galt es mein Alter, aber auch die Situation im Geschäft abzuwägen“, sagt er. Für seine berufliche Perspektive wollte er sich keine Steine in den Weg legen. Im Dezember hatte ihm Trainer Holger Bachthaler signalisiert, dass er gerne mit ihm weiterarbeiten möchte. „Es war für mich dann relativ schnell klar, dass ich nochmal ein Jahr spielen möchte“, sagt Krebs. Die Gespräche mit seinem Arbeitgeber, der Ulmer Firma Schwenk Zement, folgten und verliefen positiv.„Ich bin meinem Arbeitgeber für die Unterstützung und die Möglichkeit das Spatzen-Trikot eine weitere Saison tragen zu können, sehr dankbar“, sagt Krebs, der bis dato 143 Spiele für den SSV 46 absolviert hat.

Positive Entwicklung der letzten fünf Jahre weiter mitgehen

Die Verlängerung mit Krebs ist auch für den vom Verein angestrebten Schritt in die 3. Liga ein Zeichen. „Wir haben kommende Saison die Möglichkeit den Abstand nach vorne weiter zu verkürzen“, sagt er. „Für mich ist es schön, wenn ich den Weg und die positive Entwicklung der letzten fünf Jahre weiter mitgehen kann.“

Keine Angst vor Reserve-Rolle beim SSV 46 Fußball

Krebs, der zuletzt wegen Rückenproblemen im Kader fehlte, trainiert seit vergangener Woche wieder voll mit. Einem Einsatz am Samstag im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt spricht nichts entgegen.  Angst möglicherweise als Reserve-Spieler in die zweite Reihe zu rücken, hat der Innenverteidiger übrigens nicht. An seiner Rolle im Team soll sich nichts ändern. Darüber stellten Trainer Bachtaler und Krebs schnell Einigkeit her: „So eine Art Back-up-Lösung kommt für uns nicht in Frage.“

Krebs arbeitet neben dem Profi-Fußball in Teilzeit

Ganz oder gar nicht sei die Devise, so wie im Moment: Krebs trainiert beim Regionalligisten alle Einheiten mit  und arbeitet 70 Prozent,  26 Wochenstunden. Er sagt: „Selbst wenn ich nicht mehr zu den ersten Elf gehören würde, bin ich mir sicher, dass ich durch meine Stellung im Team und meine Erfahrung wertvolle Impulse geben könnte.“