3:2 gegen Steinbach SSV Ulm 1846 Fußball klettert auf Platz drei

Der SSV Ulm hat 3:2 gegen den TSV Steinbach gewonnen.
Der SSV Ulm hat 3:2 gegen den TSV Steinbach gewonnen. © Foto: Oliver Schulz
Ulm / swp 10.11.2018
3:2 hat der SSV Ulm 1846 Fußball gegen den TSV Steinbach gewonnen. Ein Notfalleinsatz auf der Gegentribüne dämpft die Freude über Platz drei.

Von den vergangenen acht Spielen in der Regionalliga Südwest hatte der TSV Steinbach Haiger keines verloren. Bis er am Samstag beim SSV Ulm 1846 Fußball antreten musste. Der fügte den Hessen erstmals wieder seit fast zwei Monaten eine Niederlage bei. Mit 3:2 (2:0) gewannen die Spatzen und kletterten in der Tabelle auf Rang drei, unmittelbar hinter ihrem Gegner.

Dennoch war die Stimmung im mit 1432 Zuschauer besetzten Donaustadion getrübt. Einer der Zuseher auf der Gegentribüne brach Mitte der zweiten Halbzeit zusammen. Ulms Mannschaftsarzt Christoph Buck, zwei unter den Zuschauern befindliche Mediziner und der herbeigerufene Notdienst mussten den Patienten mehrmals reanimieren, ehe er in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht werden konnte. Der Siegjubel der Spatzen fiel daher sehr gedämpft und ohne musikalische Begleitung aus. In der Kabine blieb es nach Spielende still.

Spannendes Spiel

Auch auf dem Rasen war einiges los. Eine blutige Nase, ein umstrittener Handelfmeter, Rudelbildung und nach der Ulmer 3:0-Führung unerwartet spannendes Ende waren weitere Kennzeichen dieses Spiels.

Kaum hatte Schiedsrichter Jonas Brombacher die Begegnung angepfiffen, musste Ulms Angreifer Vitalij Lux knapp zehn Minuten behandelt werden. Die Blutung in der Nase nach einem Zusammenprall mit einem Steinbacher Spieler war nur schwer zu stoppen. „So war es schwer, einen Rhythmus zu finden“, sagte Ulms Trainer Holger Bachthaler.

In der 14. Minute unterlief Steinbachs Kapitän Nico Herzig im Strafraum ein Handspiel. Der Referee ließ zunächst weiterspielen. Doch Schiedsrichterassistent Hafes Gerspacher signalisierte seinem Chef über Headset: Handelfmeter. Es folgten wütende Diskussionen der Gäste, in deren Folge der Steinbacher Torwarttrainer in die Kabine geschickt wurde. David Braig jedoch blieb cool. Mit einem Flachschuss unten rechts ließ er Torhüter Tim Paterok keine Chance (16.). Es war der erste Regionalliga-Treffer des einstigen Torjägers in dieser Saison.

Die Treffer zum Ulmer 2:0 und 3:0 fielen ebenfalls im Anschluss an Standardsituationen, die jeweils Aron Viventi ausführte. Nach seinem Eckball in der 35. Minute war Verteidiger Michael Schindele zur Stelle und schoss volley ein (34.). In der 73. Minute zirkelte Viventi den Ball per Freistoß in den Strafraum. Diesmal war der für Lux eingewechselte Ardian Morina zur Stelle und erzielte das 3:0.

Dennoch mussten die Ulmer am Ende einer in der ersten Halbzeit mitunter aggressiv geführten Partie – Nikola Trkulja und Luigi Campagna sahen in der 43. Minute nach einer Rudelbildung jeweils gelb - noch bangen. Der überragende Fatih Candan traf in der 78. Minute zum 1:3. Sein zweiter Treffer in der dritten Minute der Nachspielzeit kam jedoch zu spät. Unmittelbar nach dem Wiederanspiel pfiff der Schiedsrichter die Begegnung ab.

So spielten sie:

SSV Ulm 1846 Fußball – TSV Steinbach Haiger 3:2 (2:0)

Ulm: Ortag – Schmidts, Krebs, Reichert, Schindele - Gutjahr, Campagna, Viventi (76. Nierichlo)- Beck – Braig (88. Bradara), Lux (63. Morina).

Tore: 1:0 Braig (11./Handelfmeter), 2:0 Schindele (35.), 3:0 Morina (73.), 3:1 Candan (78.), 3:2 Candan (90.+3) - Gelbe Karten: Campagna – Trkulja, Müller, Bektasi – Schiedsrichter: Brombacher – Zuschauer: 1432.

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