Vor DFB Pokal SSV Ulm 1846 Fußball: Spatzen erkämpfen sich einen Punkt

Den Ulmern wurde beim Auswärtsspiel in Pirmasens nichts geschenkt. Diese Erfahrung musste auch Mittelfeldspieler Felix Nierichlo machen, der von Christopher Ludy regelwirdig gestoppt wird.
Den Ulmern wurde beim Auswärtsspiel in Pirmasens nichts geschenkt. Diese Erfahrung musste auch Mittelfeldspieler Felix Nierichlo machen, der von Christopher Ludy regelwirdig gestoppt wird. © Foto: Peter Franz/Eibner
Ulm / Winfried Vogler 08.08.2018

Der SSV Ulm 1846 Fußball wird wohl nicht zum Phönix, der aus der Asche entsteigt. Trotz der fußballerisch besten Saisonleistung, wie Trainer Holger Bachthaler konstatierte, reichte es für die Spatzen beim FK Pirmasens nur zu einem 2:2 (2:1)-Unentschieden.

„Start komplett verschlafen“

Schon früh mussten die Ulmer einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Bereits nach 16 Minuten führten die Platzherren nach zwei katastrophalen Abwehrfehlern der Gäste mit 2:0. Steffen Kienle gelang noch vor der Halbzeit der Anschlusstreffer, ein von Johannes Reichert verwandelter Foulelfmeter bedeutete schließlich den verdienten Ausgleich. „Nach dem Rückstand müssen wir froh sein, noch einen Punkt mitgenommen zu haben“, sagte Bachthaler, der allerdings zugab, dass in diesem Spiel mehr drin gewesen wäre. „Wir haben den Start komplett verschlafen und zweimal gepennt“, meinte Torschütze Reichert, der für den verletzten Florian Krebs die Kapitänsbinde übernommen hatte.

Startaufstellung

Gegenüber dem 2:0 gegen Balingen änderte Bachthaler seine Startaufstellung auf vier Positionen. Dass Kapitän Florian Krebs wegen Adduktorenbeschwerden die Reise in die Pfalz nicht mitmachen kann, stand bereits am Montag fest. Dass aber Ardian Morina, Vitalij Lux und Nico Gutjahr zunächst auf der Bank Platz nehmen mussten, überraschte die kleine Ulmer Fan-Kolonie im Stadion Husterhöhe. Der SSV-Coach vertraute dafür auf Aron Viventi, Ardian Beck, Marcel Schmitt und David Kammerbauer in der Anfangsformation. Kammerbauer spielte auf der linken Abwehrseite, dafür rückte Michael Schindele in die Innenverteidigung. Die linke Offensive besetzten Beck und Viventi.

Die Spatzen begannen in ihren giftgrünen Auswärtstrikots keinesfalls der Farbe entsprechend. Bereits nach zehn Minuten gingen die Gastgeber in Führung. Ein schnell ausgeführter Freistoß auf der rechten Abwehrseite überraschte die Ulmer Hintermannschaft. Nutznießer war Yannick Osee, der nach einem Querpasse unbedrängt einschieben konnte. Ein Auftakt nach Maß für die Hausherren, die sich fortan auf ihre Spezialität, das Kontern beschränken konnten. Und das mit Erfolg, denn eine weitere Unzulänglichkeit im Ulmer Abwehrverband führte nur sechs Minuten später zum zweiten Treffer für die Einheimischen. Coutinho Pinheiro kam 20 Meter vor dem Ulmer Tor an den Ball und konnte in Seelenruhe zum 2:0 (16.) abziehen.

Tolle Moral in der 23. Minute

Ein Debakel zeichnete sich für die Gäste ab. Doch dank toller Moral gelang in der 23. Minute der Anschluss. Beck setzte sich im Pirmasenser Strafraum durch, sein Schuss wurde zwar abgeblockt, doch Steffen Kienle war da und staubte ab. Glück für die Spatzen kurz vor der Pause, als Felix Buerger freistehend vor Ortag ans Außennetz schoss. Die Platzherren agierten auch in Hälfte zwei sehr zurückhaltend und spekulierten auf Konter. Und die waren nicht von Pappe. So musste Ortag einen Volleyschuss von Manuel Grünnagel entschärfen (52.) und ein Kopfball von Dennis Krob klatsche er an die Ulmer Torlatte (70.).

Pirmasens verteidigt Unentschieden

Vorher jedoch hatten sich die Spatzen für ihre unermüdliche offensive Spielweise belohnt, nachdem Trainer Bachthaler in der 55. Minute einen Doppelwechsel vorgenommen hatte. Für Viventi und Schmitt kamen Lux und Morina. Letzterer wurde bei einer Strafraumaktion von Marco Steil gefoult. Den Elfmeter verwandelte Reichert (65.) sicher. In der Schlussphase verteidigte Pirmasens das Unentschieden mit allen Kräften, der SSV 46 fand trotz überlegender Spielweise nicht mehr zum möglichen Siegtreffer.

Bereits am Freitag steht das nächste Spiel an, dann kreuzen die Offenbach Kickers im Donaustadion auf. 

So spielten sie

FK Pirmasens – SSV Ulm 1846

2:2                                                                                                           

SSV 46: Ortag – Stoll, Reichert, Schindele, Kammerbauer – Nierichlo, Campagna, Beck, Viventi (55. Morina) – Schmitt (55. Lux), Kienle (80. Rathgeber).
Tore: 1:0 Osee (10.), 2:0 Pinheiro (16.), 2:1 Kienle (23.), 2:2 Reichert (65./Foulelfmeter).
Gelbe Karten:
- Viventi, Campagna.
Schiedsrichter:
Glaser (Wiesbaden)
Zuschauer:
1120.

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