Am Samstag Nachmittag riss letztere Serie im Donaustadion abrupt. Gegen den SC Freiburg II setzte es eine 1:3-Heimniederlage. War das der Beginn einen neuen Negativserie?

Die bereits achte Niederlage im 15. Punktspiel dieser Runde nagte an den Ulmern. Hatten sie nach dem jüngsten kleinen Höhenflug noch vage Hoffnungen, dass aus dieser Saison doch noch eine erfolgreiche werden könnte, gab’s nun einen weiteren Dämpfer. Der SSV 46 Fußball ist, wie es Tabellenplatz acht ausdrückt , nur Mittelmaß. Nicht mehr und nicht weniger. Vinko Sapinas Treffer zum zwischenzeitlichen 1:2 reichte aufgrund defensiver Schwächen im Ulmer Spiel nicht aus.

Den ersten Dämpfer für die Ulmer hatte es bereits in der 9. Minute gegeben. Nach der ersten Ecke für den SC Freiburg II stand Carlo Boukhalfa recht frei und köpfte den Bundesliga-Nachwuchs der Badener in Führung. „Da haben wir keinen Zugriff gefunden“, räumte Trainer Holger Bachthaler hinterher ein. Jo Reichert hatte offenbar die Aufgabe, sich um den aufgerückte, 1,85 Meter großen defensiven Mittelfeldspieler zu kümmern.

Große Schlussoffensive blieb aus

Boukhalfa war es auch, der kurz nach der Halbzeit (56.) mit seinem zweiten Treffer, diesmal mit dem Fuß und aus dem Spiel heraus, für eine Vorentscheidung zu sorgen schien. Doch Vinko Sapina hatte was dagegen. Zwei Minuten danach tankte er sich auf engstem Raum gegen mehrere Freiburger durch und erzielt den Anschlusstreffer zum 1:2. Die große Schlussoffensive der Ulmer freilich blieb aus. Bachthaler wechselte zwar Felix Higl und Ardian Morina, zwei Offensivleute, für den angeschlagenen Haris Hyseni und Nico Gutjahr ein. Viel bewirken konnten beide an diesem gebrauchten Nachmittag nicht. Im Gegenteil. Marvin Pieringer sorgte mit seinem Treffer zum 3:1-Endstand für den verdienten Sieg des SC.

Aus neutraler Sicht verlief die erste Halbzeit, die ohne großes Mittelfeldgeplänkel ablief, recht munter. Die Ulmer attackierten und pressten wie schon in den letzten Spielen früh, die Freiburger setzten auf Ulmer Fehler, um schnell zu kontern. 8:6 für Ulm lautete das Eckenverhältnis für Ulm. Im zweiten Durchgang kamen nur noch drei hinzu (zwei für den SSV 46). Die dickste Chance nach einer solchen Standardsituation hatte Kapitän Florian Krebs, dessen wuchtiger Kopfball in der 19. Minute nur knapp über die Latte flog.

Erneut am Spann verletzt

Die größten Aufreger des Spiels passierten alle in der ersten Halbzeit. Zweimal war Haris Hyseni beteiligt. In der 22. Minute war er bei einem Torschuss derart attackiert worden, dass er danach einen Kickerstiefel wechseln musste und sich erneut am Spann verletzte. Dennoch traf der Ex-Regensburger kurz vor der Halbzeit zum vermeintlichen 1:1. Doch Schiedsrichter Christian Ballweg erkannte den Treffer (43.) wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Albano Gashi nicht an. Dabei hatte Gashi gar nicht ins Spiel eingegriffen.

Am Schiedsrichter allein wollte Bachthaler richtigerweise die Niederlage nicht festmachen. „Wir hatten zu viele Ungenauigkeiten bei eigenem Ballbesitz. Das hat Freiburg ausgenutzt.“

Am kommenden Samstag können die Ulmer beim VfR Aalen zeigen, dass das 1:3 gegen Freiburg ein Ausrutscher und nicht der Beginn einer neuen Negativserie war. Gerold Knehr

SSV Ulm 1846 Fußball – SC Freiburg II 1:3 (0:1)

SSV Ulm 1846 Fußball: Ortag – Stoll, Reichert, Krebs, Rinaldi – Geyer, Sapina – Gutjahr (69. Morina), Gashi, Coban (83. Jann) – Hyseni (61. Higl).

Tore: 0:1, 0:2 Boukhalfa (9., 56.), 1:2 Sapina (58.), 1:3 Pieringer (66.). - Gelbe Karten: Reichert – Pieringer, Rüdlin, Zbinden. – Schiedsrichter: Ballweg (Zwingenberg) – Zuschauer: 1251.

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