Fußball Spatzen vor entscheidenden Wochen

Lutz Siebrecht, Holger Betz und wohl auch Trainer Tobias Flitsch (v. l.) räumen zum Saisonende ihren jetzigen Posten.
Lutz Siebrecht, Holger Betz und wohl auch Trainer Tobias Flitsch (v. l.) räumen zum Saisonende ihren jetzigen Posten. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Gerold Knehr 06.04.2018

Holger Betz, die Ulmer Torhüter-Legende: beendet in wenigen Wochen seine aktive Karriere. Lutz Siebrecht, der Sportliche Leiter des SSV Ulm 1846 Fußball: hört am Ende dieser Saison auf. Und auch Trainer Tobias Flitsch, der wie Siebrecht selbstständig ist und eine Sportausrüster-Firma betreibt, wird sich demnächst wohl  von den Spatzen verabschieden. „Ich habe mich entschieden und werde meinen Entschluss nach dem Spiel gegen Wormatia Worms mitteilen“, sagt der 38-Jährige.

Der SSV 46 Fußball steht vor einer entscheidenden Phase seiner Geschichte: er ist dabei, seine Strukturen zu professionalisieren. Dazu gehört auch die geplante Ausgliederung der Lizenzabteilung  in eine Kapitalgesellschaft. Parallel geht es darum, den Klassenerhalt zu sichern. „Die nächsten drei Spiele sind von herausragender Bedeutung“, betont Flitsch. Morgen, Samstag (14 Uhr) tritt der SSV 46 beim Tabellen-Zehnten FSV Frankfurt an, den die Ulmer mit einem Sieg überholen können. Am Mittwoch, 11. April (18.30 Uhr) kommt Drittligist VfR Aalen zum WFV-Pokal-Viertelfinale ins Donaustadion, drei Tage später geht es dort gegen den Regionalliga-15. Wormatia Worms um Punkte. „Die Priorität liegt klar auf der Liga. Wenn wir in Frankfurt was mitnehmen und gegen Worms gewinnen, können wir ein bisschen durchatmen“, hofft der Trainer.

Dass der derzeitige Aufbruch die Konzentration auf das Sportliche stören könnte, daran glaubt Flitsch nicht. „Ein Kommen und Gehen im Fußball ist doch ganz normal. Wichtig ist, dass alle jetzt gemeinsam an  unseren Zielen arbeiten und wir konzentriert zur Sache gehen“, betont der Trainer vor dem morgigen Spiel in Frankfurt. 18 Punkte hat der FSV im Kalenderjahr 2018 ergattert, nur Spitzenreiter 1. FC Saarbrücken holte in diesem Zeitraum zwei Zähler mehr.   Aber auch die zuletzt viermal unbesiegten Ulmer brauchen sich nicht verstecken.

Saubere Übergabe

Lutz Siebrecht  will sich „mit all meiner Leidenschaft bis zum letzten Tag“ einbringen. Der 50-Jährige sieht den Verein gut aufgestellt. „Man muss einfach ein bisschen Geduld haben und den jetzt eingeschlagenen Weg Schritt für Schritt weitergehen. Ich will den Verein sauber an meinen Nachfolger übergeben“, verspricht er dem SSV Ulm 1846 Fußball und seinen Verantwortlichen.

Lebenslang Mitglied für 1846 Euro

Die Möglichkeit besteht schon länger, jetzt hat der Erste zugegriffen. Spatzen-Fan Jo Scharpf, in Ulm aufgewachsen und seit Kindheit ein Anhänger des SSV Ulm 1846 Fußball, hat für den symbolischen Betrag von 1846 Euro seine bestehende in eine lebenslange Mitgliedschaft umgewandelt. Wer ist ihm nachtun will, kann sich auf der Geschäftsstelle oder unter
www.ssv-mitglied.de melden. 

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