SSV Ulm 1846 Fußball Spatzen triumphieren beim Gastspiel in Hessen

Ausgelassen bejubelte Doppeltorschütze Steffen Kienle (rechts) seinen Treffer zum 3:0 für die Ulmer mit Thomas Rathgeber (links) und Marcel Schmidts.
Ausgelassen bejubelte Doppeltorschütze Steffen Kienle (rechts) seinen Treffer zum 3:0 für die Ulmer mit Thomas Rathgeber (links) und Marcel Schmidts. © Foto: Eibner
Frankfurt / Winfried Vogler 08.04.2018
Die Fußballer des SSV Ulm 1846 verwerten im Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt eiskalt ihre Chancen und gewinnen überraschend deutlich 3:0.

Die Schrittfolge stimmt. Mit einem Sieg zwei Sätze nach vorn zu machen – der kühne Plan der Regionalliga-­Fußballer des SSV Ulm 1846 ist tatsächlich aufgegangen. Doch war es ein hartes Stück Arbeit nötig, bis sie die drei Punkte bei Drittliga­absteiger FSV Frankfurt eingefahren hatten. Am Ende hieß es vor 1300 Zuschauern in der tradi­tionsreichen Arena am Bornheimer Hang auch deshalb 3:0 für die Spatzen, weil die Mannschaft von Trainer Tobias Flitsch mehr Klasse im Abschluss zeigte. Der Lohn: Nach Treffern von Thomas Rathgeber und Steffen Kienle kletterten die Ulmer in der Tabelle weiter nach oben – auf den zehnten Platz mit nunmehr 39 Punkten.

Mehr noch: Der Vorsprung auf den möglichen Abstiegsrang 15, auf dem die Stuttgarter Kickers liegen, beträgt sechs Zähler. Es scheint, als sei der SSV 46 im Abstiegskampf erst einmal aus dem Gröbsten raus, wenngleich in den verbleibenden sechs Partien noch einiges passieren kann.

Der Trend spricht für Flitschs Truppe, die in den zurückliegenden acht Spielen nach der Winterpause nur eine Niederlage (0:2 in Kassel) kassiert und viermal voll gepunktet hat. Der Auswärtserfolg in Frankfurt war für die Spatzen bereits die fünfte Partie ohne Niederlage in Folge.

Viele Fragezeichen hatten sie bei der Anfahrt noch an Bord gehabt, die bei der Rückreise durch ein starkes Ausrufezeichen ersetzt wurden. Neben den gesperrten Johannes Reichert (fünfte Gelbe Karte) fehlten im Vergleich zur Anfangsformation der Partie gegen Mainz Tim Göhlert und Alper Bagceci. Mit der neu formierten Startelf erwischten die Spatzen in dem Auswärtsspiel bei den Hessen einen überraschend positiven Anfang.

Perfekter Start

Drei Minuten nur dauerte es, da stand es 1:0 für die Gäste. Morina hatte nach einem Ballgewinn Rathgeber bedient, der 32-Jährige erzielte in der 3. Minute mit seinem Saisontreffer neun die Führung. Mit kühler Präzision gelang es den Ulmern, wenig später nachzulegen: Von der Strafraumgrenze drosch Kienle den Ball unhaltbar in die Maschen. Die Möglichkeit zum dritten Tor vergab Sauter, kurz vor dem Pausenpfiff traf er die Latte.

Chancen für Frankfurt? Gab es. So klärte Holger Betz gegen Leon Bell Bell nach gut einer halben Stunde und Mitte der zweiten Hälfte bei einem von Kammerbauer abgefälschten Schuss zweimal in höchster Not. Der Druck der Platzherren nahm im Verlauf der Partie zu, sie drängten vehement auf den Anschlusstreffer – freilich vergebens.

Anders die Spatzen, die durch Kienles zweiten Treffer bereits in der 59. Minute alles klar machten. „Die Mannschaft hat eine gute Mentalität gezeigt und gegen den sehr robust und körperlich betont spielenden Gegner gut dagegen gehalten“, so lobte Flitsch.

Die Chance auf den nächsten Coup bietet sich für den SSV 46 bereits am Mittwoch um 18.30 Uhr, wenn im Viertelfinale des WFV-Pokals Drittligist VfR Aalen im Donaustadion zu Gast ist.

So spielten sie

FSV Frankfurt - SSV Ulm 1846

0:3

SSV 46: Betz - Schmidts, Krebs, Schindele, Kammerbauer -  Kienle
(87. Neziri), Campagna, Sauter, Morina - Braig (77. Graciotti), Rathgeber
(81. Nierichlo).
Tore:
0:1 Rathgeber (3.), 0:2, 0:3 ­Kienle (17., 59.).
Gelbe Karten:
Bell Bell, Eshele – ­Schindele, Campagna, Rathgeber, Kienle, Sauter.
Schiedsrichter
: Schlosser ­(Montabaur).
Zuschauer: 1300.