Das kam plötzlich: Nur drei Tage nach dem Trainingsauftakt zeichnet sich beim SSV Ulm 1846 Fußball ein überraschender Wechsel ab. Adrian Beck nutzt seine Ausstiegsklausel und verlässt die Spatzen nach nur einem halben Jahr.

Die Entscheidung scheint selbst Holger Bachthaler überrascht zu haben. Der Trainer hatte nie damit gerechnet, dass der talentierte Offensivmann ihm mitteilen würde, seinen bis Juni 2019 laufenden Vertrag beim Fußball-Regionalligisten auflösen zu wollen – und zwar mit sofortiger Wirkung. Der 21-jährige plant einen Wechsel zu einem belgischen Zweitligisten.

Leistungsträger in Ulm

Beck war zu Beginn dieser Saison vom Oberligisten Neckarsulmer SU  zum SSV 46 gekommen. Nach Anfangsproblemen avancierte er nach seinem ersten Saisontor beim 1:0-Auswärtssieg Anfang September des vergangenen Jahres in Elversberg zu einer festen Größe und brachte es bis zur Winterpause auf 19 Regionalligaeinsätze, davon 13 in der Startelf.  Nach Steffen Kienle (5) war Beck mit vier Saisontreffern bislang erfolgreichster Torschütze des SSV 46.

Mit Becks Abgang wird sich das Ulmer Dauerthema der fehlenden Konsequenz und Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor noch verschärfen. Kienle absolviert nach seinem Kreuzbandriss ein Reha-Programm. Ein Einsatz in dieser Saison scheint für den demnächst  24 Jahre alt werdenden Stürmer  fraglich. Da Vitalij Lux mit der Nationalmannschaft Kirgisistans beim Asien-Cup weilt – beim 1:2 gegen China stand er in der Startelf –, ist die Offensive der Spatzen momentan sehr ausgedünnt.

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Bei 1899 Hoffenheim in der Ausbildung


Der gebürtige Crailsheimer Adrian Beck (21) wurde bei der TSG Hoffenheim ausgebildet. Nach nur vier Einsätzen in der dortigen U 23 wechselte er zum Oberligisten Neckarsulmer SU, wo er 14 Tore und 13 Assist erzielte.