Ulm Spatzen schlagen Neckarelz 3:1

Ulm / GEROLD KNEHR 28.04.2012
Am Samstag haben die Fußballer vom SSV Ulm 1846 die Gegner aus Neckarelz chancenlos dastehen lassen. Die Spatzen sind dank ihres 3:1 Sieges über die Gäste zurück im Aufstiegsrennen.

Am Ende war selbst der sonst so strenge Paul Sauter platt – und das nicht wegen der Hitze im Donaustadion. „Dieses Resultat, diese Leistung werden wir jetzt ein, zwei Tage genießen. Aber ab Montag geht es mit voller Konzentration weiter“, meinte der Trainer und Präsident der Oberliga-Mannschaft des SSV Ulm 1846 Fußball. Mit 3:1 (2:0) hatten die Spatzen im Spitzenspiel dem Tabellendritten SpVgg Neckarelz nicht den Hauch einer Chance gelassen. Zudem hatte der Spitzenreiter VfR Mannheim mit 0:2 gepatzt – und das ausgerechnet beim Ulmer Rivalen SSV Reutlingen. Somit hat der SSV 46 in der Tabelle zu den punktgleichen Mannheimern aufgeschlossen – und hat bei einem weniger ausgetragenen Spiel Meisterschaft und Aufstieg nun wieder selbst in der Hand.

„Die Ulmer waren uns in allen Belangen überlegen. Deshalb müssen wir ihren Sieg anerkennen, und deshalb hält sich meine Enttäuschung über die Niederlage auch in Grenzen“, sagte Gästetrainer Peter Hogen. Dabei hatten sich die Neckarelzer nach vier Siegen in Folge, darunter ein 2:0 im badischen Pokal gegen Zweitliga-Aufsteiger SV Sandhausen, einiges ausgerechnet bei den zuletzt zweimal sieglosen Spatzen. Zudem war es für die Gäste die wohl letzte Chance, selbst noch einmal in den Titelkampf einzugreifen.

Doch Pfeifendeckel. Die kampfstarken Ulmer ließen ihre Kontrahenten einfach nicht zum Zuge kommen. Der Führungstreffer zum 1:0 war ein echter Hingucker. Yannick Agro, der zur Halbzeit wegen einer Muskelverhärtung im Oberschenkel ausgewechselt wurde, spielte den Ball auf Fabio Kaufmann zurück. Der bewies viel Überblick und überließ das Spielgerät Ball auf Zuruf von Ruben Rodriguez dem besser postierten Spanier, der ihn technisch gekonnt im Netz unterbrachte (26.). Elf Minuten später fiel schon die Vorentscheidung. Nach einem Konter wartete Florian Treske mit seiner Flanke so lange, bis Elyes Seddiki in Position gelaufen war und aus kurzer Distanz das 2:0 markieren konnte.

Der verzweifelte Hogen wechselte schon in der 41. Minute zweimal aus. Ab der 51. Minute waren die Gäste nur noch zu zehnt (Rot für Christian Haas’ Ellbogencheck an Johannes Reichert). Auch der Gästetrainer musste wegen Reklamierens auf die Tribüne (55.). Treske sorgte mit einem Innenrist-Schuss für die endgültige Entscheidung (73.). In der letzten Minute verkürzten die Gäste durch einen von Reichert verursachten und von Danny Galm verwandelten Strafstoß zum 1:3.

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