Fußball Spatzen hoffen gegen Aalen auf Überraschung

Ulms Steffen Kienle will seinen Ex-Klub VfR Aalen heute Abend aus dem Pokal schießen.
Ulms Steffen Kienle will seinen Ex-Klub VfR Aalen heute Abend aus dem Pokal schießen. © Foto: Eibner
Ulm / Winfried Vogler 11.04.2018
Im WFV-Pokal-Viertelfinale gegen Drittligist Aalen sind die Ulmer Außenseiter. Doch es gab schon so manche Überraschung.

Zwitschern die Spatzen weiter? Drei Siege, zwei Remis, elf Tore in den letzten fünf Spielen – die Bilanz der Regionalliga-Fußballer des SSV Ulm 1846 kann sich sehen lassen. Doch die Retrospektive muss erst mal zurückgestellt werden. Der Pokalmodus wird heute eingeschaltet. Es kommt Drittligist VfR Aalen (Anpfiff 18.30 Uhr) zum WFV-Viertelfinale ins Donaustadion.

Die SSV-Fans träumen von einer Überraschung. So wie 1995, als die Ostälbler ebenfalls im Viertelfinale mit 2:1 aus dem Pokal geworfen wurden. Dazwischen gab’s freilich 2003 (1:2) und 2007 (1:3) jeweils Heimniederlagen. Doch Achtung, Aalen! Steffen Kienle hat sich eingeschossen. Genau so hatte sich der zweifache Torschütze beim 3:0 in Frankfurt die Einstimmung auf das heutige Pokalduell gegen seinen Ex-Klub vorgestellt. „Das ist eine geile Sache“, erklärt Kienle. „Im WFV-Pokal, da ist jede Partie ein Endspiel.“ Fünf Jahre lang spielte der 23 Jahre alte Neresheimer beim Ostalbklub, ehe er zu Beginn dieser Saison an die Donau wechselte. Ebenfalls schon im VfR-Trikot aufgelaufen sind Felix Nierichlo, Mergim Neziri, Georgios Manolakis und Luigi Campagna. Und auch Co-Trainer Sven Ackermann hat VfR-Vergangenheit, er war als Jugendcoach dort tätig.

Platz für Sentimentalitäten wird es heute Abend freilich keine geben, denn beide Teams haben den Einzug ins Halbfinale vor Augen. „Wir brauchen unsere Fans. Ohne die können wir komplett einpacken. Die sollen ruhig ordentlich Theater machen und unsere Spieler auf das Pokalduell einstimmen“, wünscht sich Trainer Tobias Flitsch.

Aalen schielt aufs Endspiel

Im Ulmer Tor wird wie abgesprochen Kevin Birk stehen, ansonsten sind für den SSV-Coach mehrere Varianten offen. „Wir werden einen Sahnetag brauchen, um dem Großen ein Bein stellen zu können“, sagt der Sportliche Leiter Lutz Siebrecht. Gästetrainer Peter Vollmann schickte indes eine klare Botschaft an die Donau: „Wir haben die Chance weiterzukommen und wollen zudem versuchen, ins Endspiel zu kommen.“

Für beide Teams liegt der letzte Cupsieg lange zurück. Aalen siegte 2010 mit 4:1 gegen den FV Illertissen, der SSV 46 war letztmals 1997 erfolgreich beim 1:0 gegen den VfL Kirchheim. Im Pokalfinale standen sich beide Klubs 2001 in Heidenheim gegenüber – der VfR Aalen siegte gegen den SSV 46 II damals 2:0.

Der Weg ins Viertelfinale

SSV Ulm 1846 1. Runde: SV Sigmaringen (4:1), 2. Runde: TSV Buch (1:0), 3. Runde: SV Mietingen (6:0), Achtelfinale: FV Neuhausen (4:0).

VfR Aalen 1. Runde: Freilos, 2. Runde: VfL Pfullingen (5:0), 3. Runde:  TSV Ofterdingen (9:0), Achtelfinale: TSV Berg (7:0).

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