Fußball Spatzen gegen zwei Spitzenteams

Allrounder Marcel Schmidts (links) hat gute Erfahrungen mit dem TSV Steinbach Haiger. Er war beim 3:1-Heimsieg des SSV 46 gegen die Hessen in der vergangenen Saison mit dabei.
Allrounder Marcel Schmidts (links) hat gute Erfahrungen mit dem TSV Steinbach Haiger. Er war beim 3:1-Heimsieg des SSV 46 gegen die Hessen in der vergangenen Saison mit dabei. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / Gerold Knehr 09.11.2018

Die beiden DFB-Pokalspiele der Spatzen sind mittlerweile Geschichte. Doch schon stehen den Fußballern des SSV Ulm 1846 in den nächsten Wochen zwei weitere Saisonhöhepunkte bevor. Morgen (14 Uhr) kommt der Tabellenzweite TSV Steinbach Haiger ins Donaustadion. Am 24. November folgt der Auftritt des Spitzenreiters SV Waldhof in Ulm.

Vier Punkte beträgt der Rückstand des Tabellenvierten Ulm auf den zweitplatzierten TSV Steinbach, fünf Zähler sind es auf die führenden Mannheimer. Eine explizite Kampfansage verkneifen sich die Ulmer zwar, aber das insgeheime Ziel ist klar: Der SSV 46, der wochenlang den zweiten Platz belegt hatte, will wieder in das Geschehen ganz oben eingreifen. „Die nächsten beiden Spiele werden interessant“, brennt Marcel Schmidts, der Allrounder der Ulmer, der sich nach seinem Schulterbruch in der Sommerpause mittlerweile auf der rechten Abwehrseite festgespielt hat, auf die beiden Hits. „Die Favoritenrolle liegt bei Steinbach. Aber wir sind überzeugt, dass wir sie schlagen können“, sagt Trainer Holger Bachthaler, der sich zunächst ganz auf den ersten Gegner konzentriert.

Morina und Beck fraglich

Der TSV Steinbach Haiger, der im Frühjahr 2009 noch in der untersten Liga auf einem Ascheplatz spielte, hat dank des Unternehmers und Mäzens Roland Kring einen steilen Aufstieg hinter sich und ist auch momentan das „Team der Stunde“ in der Regionalliga. In den letzten acht Punktspielen (sechs Siege) blieben die Hessen ungeschlagen und kassierten 655 Minuten lang kein Gegentor Am vergangenen Wochenende jedoch zeigte der FSV Mainz 05 II, dass auch die mit Abstand beste Defensive der Regionalliga (elf Gegentreffer in 16 Begegnungen) nicht unverwundbar ist. Zweimal traf der Mainzer Bundesliga-Nachwuchs, was aber die 2:3-Niederlage nicht verhindern konnte. „Ich bin keineswegs überrascht, dass Steinbach so weit vorne mitspielt. Der Verein hat finanziell ganz andere Möglichkeiten als wir“, sagt Bachthaler über den Vorjahres-Achten, der in der ersten DFB-Pokalrunde mit 1:2 am FC Augsburg scheiterte.

Mit dem derzeit verletzten Verteidiger Daniel Reith und Nicola Trkulja haben die Steinbacher zwei ehemalige Spatzen in ihren Reihen. Der Sohn der Ulmer Fußball-Legende Dragan Trkulja hat zu den insgesamt 20 TSV-Treffern vier beigetragen, zwei davon vor einer Woche gegen Mainz.

Beim SSV Ulm 1846 Fußball stehen zwei Mittelfeldpieler auf der Kippe. Ardian Morina plagen muskulären Oberschenkel-Beschwerden, Adrian Beck hat sich im Training eine Kapselverletzung am Sprunggelenk zugezogen. Verteidiger Lennart Stoll ist nach seiner Innenbandverletzung zwar wieder im Mannschaftstraining, aber noch kein Kandidat für das erste der zwei Top-Heimspiele in Folge.

Test am Mittwoch gegen den TSV Buch

Am Wochenende 17./18. November pausiert die Fußball-Regionalliga, ehe dann am letzten November-Wochenende die Rückrunde mit dem Spitzenspiel SSV 46 Fußball – SV Waldhof beginnt. „Die Spieler dürfen sich auf ein verlängertes freies Wochenende freuen“, hat Holger Bachthaler angekündigt. Für den kommenden Mittwoch (18.45 Uhr) hat der Trainer ein Testspiel in Ulm gegen den Landesligisten TSV Buch abgemacht. Für die Akteure aus der zweiten Reihe ist dies eine Möglichkeit, sich Spielpraxis zu verschaffen. Außerdem  sind in der kommenden Woche diverse Leistungstests geplant.

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