Fußball Spatzen auf dem Weg zum DFB-Nachwuchsleistungszentrum

Thomas Gebhard vor dem geplanten Funktionsgebäude, das einen Teil des Nachwuchsleistungszentrums darstellt.
Thomas Gebhard vor dem geplanten Funktionsgebäude, das einen Teil des Nachwuchsleistungszentrums darstellt. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Manuela Harant 08.08.2018

Ob Reinhard Grindel das Pokalspiel des SSV Ulm 1846 Fußball am 18. August gegen Titelverteidiger Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) im Ulmer Donaustadion besucht, ist nicht bekannt. In einem anderen Fall kommt der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) allerdings auf jeden Fall an die Donau: Wenn die neue Spatzen-Schmiede auf der Gänswiese den Zuschlag als anerkanntes DFB-Nachwuchsleistungszentrum erhält.

Und auf diesem Weg ist der SSV 46 Fußball einen bedeutenden Schritt weitergekommen: Der Regionalligist erhielt nun die Nachricht vom DFB, dass er offizieller Anwärter auf ein solches Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) ist. Allerdings muss der Verein dafür noch viele Anforderungen erfüllen. So braucht es neben drei hauptamtlichen Trainern, einen Sozialpädagogen und weiteres Personal, um eine Ganztagesbetreuung der Nachwuchsspieler von der U 13 bis zur U 19 zu gewährleisten. Auch eine eigene Ausbildungsphilosophie muss der SSV 46 entwickeln. Das alles kostet. „Dieses Projekt steht und fällt mit der Finanzierbarkeit“, betont Jugendleiter Thomas Gebhard, der als Projektverantwortlicher gemeinsam mit Klaus Märkle, Rudi Dick und Peter Trefzger nach Sponsoren sucht. Sie will er ebenso wie den DFB vom Konzept überzeugen, das darauf setzt, Talente aus der Region zu binden.

Die große Hoffnung, die mit einer Lizenzierung als NLZ mitschwingt: „Dass wir nicht mehr so viele Spieler an andere Vereine wie den FC Heidenheim oder auch Bayern München verlieren, die den NLZ-Status haben“, so Gebhard. Als DFB-Nachwuchsleistungszentrum könnten die Spatzen ihrem Nachwuchs nämlich ebenso professionelle Strukturen bieten wie die Erst- und Zweitligisten, die diese bereits verpflichtend eingeführt haben. Im harten Kampf um die besten Spieler der Region ist das wiederum eine Art Lebensversicherung für den SSV Ulm 1846 Fußball.

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