Bezirksliga Spannung beim Stotter-Start in der Bezirksliga

Zur Eröffnung der Saison in der Bezirksliga sind sich Beuren und Obenhausen nicht gerade mit offenem Visier begegnet. Die Partie vor 600 Zuschauern endete 1:1.
Zur Eröffnung der Saison in der Bezirksliga sind sich Beuren und Obenhausen nicht gerade mit offenem Visier begegnet. Die Partie vor 600 Zuschauern endete 1:1. © Foto: Rudi Apprich
Von Detlef Groninger 11.08.2018

Mit einem unspektakulären 1:1 (1:0) trennten sich im Saison-Eröffnungsspiels der Fußball-Bezirksliga der SV Beuren und der TSV Obenhausen. Dabei war beim Duell zweier Abstiegskandidaten erwartungsgemäß sportliche Schmalkost angesagt. „Das war ein sehr verhalten geführtes Spiel. Beide Mannschaften sind sehr nervös. Dass das kein Offensivfeuerwerk geben wird, war doch klar“, meinte Taner Celik, spielender Co-Trainer von Aufsteiger SF Dornstadt schon zur Halbzeitpause vor rund 600 Zuschauern.

Der 35-Jährige hatte für seine 28 Treffer als Top-Torjäger der vergangenen Saison in der Kreisliga A Staffel Alb wie auch die anderen Torschützenkönige aus dem Bezirk (siehe Infokasten) einen goldenen Schuh überreicht bekommen. Das ist bereits seine fünfte Trophäe dieser Art in seiner Karriere. „Das wird es dann wohl auch gewesen sein. Den jüngeren Spielern kannst du eigentlich nicht mehr das Wasser reichen“, betonte Celik, der mit seinen 67 Treffern in der B/Alb-Saison 2012/2013 für den SV Asselfingen als bislang unübertroffener Top-Stürmer in die Fußball-Geschichte der Region eingegangen ist.

Angesichts der Darbietungen in Beuren bekommt er jedenfalls kein Fracksausen vor der Bezirksliga-Konkurrenz. „Es wird vier oder fünf Mannschaften geben, die vorne weg marschieren. Der Rest der Liga spielt gegen den Abstieg“, verkündete er. Sollten nämlich zwei oder sogar alle drei Landesligaklubs aus dem Bezirk eine Etage tiefer, würde auch der Bezirksliga-13. den Fahrstuhl nach unten besteigen müssen. Vier Mannschaften ist aber die Höchstzahl an Direktabsteigern.

Das Kräftemessen von Beuren und dem Neuling Obenhausen, erstmals in der Vereinsgeschichte in der Bezirksliga, lebte von der Spannung. Klare Torgelegenheiten waren Mangelware. Bezeichnenderweise gingen die Gastgeber durch einen Sonntagsschuss von Florian Kloss (10.) aus 25 Metern in Führung. Das war es dann aber auch schon an gefahrbringenden Aktionen des SV Beuren.

  Nach dem Seitenwechsel spielte eigentlich nur noch der TSV Obenhausen. „Wir haben uns nie aufgegeben und uns belohnt. Das gelang uns auch mehrfach in der vergangenen Saison“, kommentierte TSV-Spielertrainer Ulrich Klar den späten Ausgleich (90.+4). Bei einer Flanke von Dominik Larisch wollte Beurens Verteidiger Kevin Klug unbedrängt aus kurzer Entfernung zur Ecke klären, köpfte aber den Ball ins eigene Tor. Zuvor hatte sein Interims-Schlussmann Thorsten Ritter, normal Innenverteidiger der dritten SVB-Mannschaft, mit einer Glanztat nach einem Schuss von Mitja Deutschenbaur (77.) einen früheren Gegentreffer verhindert. Torwart Nummer eins und zwei waren krank und verletzt, die Nummer drei weilt im Urlaub.  Die Chance beim Nachschuss aus acht Metern wurde von Marco Mathejka vergeben.

Wäre zu diesem Zeitpunkt der Ausgleich schon gelungen, wäre die Partie wahrscheinlich komplett gekippt. Beuren war stehend k.o. „Bei uns haben nach 70 Minuten die Kräfte nachgelassen, weil wir in der Vorbereitung nicht das gemacht haben, was nötig gewesen wäre. Jeder Spieler hätte in so einem Spiel Schaum vor dem Mund haben müssen. Das war nicht der Fall. Da muss auch ich mich hinterfragen, ob es zu wenig war, was wir gemacht haben“, schimpfte Beurens Trainer Michael Schwer.

Torjäger

Die Torjäger wurden vom Bezirksvorsitzenden Manfred Merkle mit einem goldenen Kickschuh ausgezeichnet. Den Vogel schoss dabei Sven König mit 36 Toren vom RSV Ermingen in der Kreisliga B/Donau ab.
Ansonsten wurden Torschützenkönig:  Tim Bärtele (SV Jungingen, 26 Tore, Bezirksliga), Taner Celik (SF Dornstadt, 28, A/Alb), Nosa Löhnert (TSV Blaustein II, 24, A/Donau), Julian Walcher (SSV Illerberg, 29, A/Iller), Louis Heinrich (SV Weidenstetten, 32, B/Alb), Turgut Karadeniz (TSV Senden, 25, B/Iller) sowie Mesut Ay und Veysel Keyfli (beide 25, beide Türkspor Neu-Ulm II, B/IV). dg

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