In der Wohnung von Andreas Spann ist wieder Ruhe eingekehrt. Nach monatelangem Schriftverkehr zwischen seinem Anwalt und dem Rechtbeistand des Fußball-Regionalligisten FV Illertissen wurden nun Fakten geschaffen. Der eigentlich noch bis zum 30. Juni 2017 laufende Vertrag wurde rückwirkend zum 31.12.2015 gegen Zahlung einer nicht genannten Summe aufgelöst. „Es kam zu einem Übereinkommen, mit dem ich zufrieden sein kann“, sagte Spann.

Der inzwischen 31-Jährige ehemalige Profi von Borussia Mönchengladbach, 1. FC Heidenheim und VfL Osnabrück war im Juli 2014 aus Niedersachsen nach Illertissen gewechselt. „Die Voraussetzungen mit einem Dreijahresvertrag waren damals super. Das war der Weg zurück in die Heimat“, erinnerte sich der frühere Holzheimer. Doch nach einem Jahr war ihm von FVI-Trainer Holger Bachthaler mitgeteilt worden, dass er nicht mehr mit ihm plant. Den letzten Einsatz in der Regionalliga hatte Spann im Frühjahr 2015. Zunächst zur zweiten Mannschaft (bayerische Landesliga) abkommandiert, wurde er dann auch noch komplett vom Spielbetrieb freigestellt. „Ich hatte mich aber immer korrekt verhalten“, ergänzte er.

Anfangs lagen dann bei den Verhandlungen wegen einer Abfindung Welten zwischen Spann und dem Klub. Doch unter der neuen Vorstandschaft um den Vorsitzenden Ernst Sander, der am Donnerstag zu dieser Angelegenheit keine Auskunft geben wollte, und den Sportvorstand für die Jugend, Karl-Heinz Bachthaler, kam Bewegung in die Geschichte. „Sander war zweimal bei mir zu Hause. Er und Karl-Heinz Bachthaler haben die Angelegenheit in die Hand genommen“, betonte Spann. Dieses Duo hat wie auch Spann selbst schließlich die Vereinbarung über die Vertragsauflösung unterschrieben. Spann hat mit dem Kapitel Illertissen nun abgeschlossen. „Ich weine nicht nach. Ich habe ein gesundes Kind und eine wunderbare Frau. Das ist das, was für mich im Leben zählt“, meinte er.

Allerdings will Spann seine fußballerische Karriere so nicht ausklingen lassen. „Ganz von der Bildfläche verschwinden kann ich noch nicht. Ich verfalle aber nicht in Aktionismus. Ob als Spieler, Spielertrainer oder Co-Trainer, ich höre mir Anfragen an“, verkündete er. „Mein Ziel ist vordergründig aber ein gescheites Studium zu absolvieren. Das ist schließlich meine Zukunft.“ Seit Oktober bestreitet er die duale Ausbildung als Wirtschaftsinformatiker bei einer Ulmer Firma.