SSV Ulm 1846 Fußball Regionalliga-Spatzen: Auf Augenhöhe

Ist wieder einsatzklar und kehrt morgen auf seine angestammte Position in der Ulmer Innenverteidigung zurück: Tim Göhlert vom SSV 46 Fußball.
Ist wieder einsatzklar und kehrt morgen auf seine angestammte Position in der Ulmer Innenverteidigung zurück: Tim Göhlert vom SSV 46 Fußball. © Foto: Eibner
wfv 27.10.2017
SSV Ulm 1846: Fußball Beide Mannschaften stehen punktgleich im Regionalliga-Mittelfeld. Im direkten Duell wollen die Spatzen an Astoria Walldorf vorbeiziehen. Von Winfried Vogler

Die Null soll bei den Regionalliga-Fußballern des SSV Ulm 1846 endlich mal wieder stehen. „Das ist unser Ziel“, sagt Trainer Tobias Flitsch und fordert ein konzentriertes Abwehrverhalten seines Teams im Heimspiel an diesem Samstag (14 Uhr) gegen den Tabellennachbarn FC Astoria Walldorf. In den letzten vier Partien kassierten die Spatzen sieben Gegentore. Wenn die Null beim SSV 46 hinten stand, war das zuletzt ein Garant für drei Punkte: beim 1:0-Sieg in Freiburg, zuvor im Heimspiel gegen Röchling Völklingen (2:0).

Der SSV-Coach sieht in Walldorf – als  Tabellenelfter wie der SSV 46 mit 18 Punkten auf dem Konto – eine qualitativ gute Mannschaft. Flitsch bezeichnet die Gäste als „variabel und unberechenbar“, sei mit seiner Mannschaft aber auf alles vorbereitet. Mit Marcel Carl (10 Tore) und Christopher Hellmann (5) haben die Astorstädter zwei gefährliche Angriffsspitzen, die weit mehr als die Hälfte aller Walldorfer Tore (24) erzielt haben. Dass bei den Einheimischen neben der Stärkung der Verteidigung das offensive Spiel nicht untergehen darf, verstehe sich von selbst. Nur einmal in den bisherigen 14 Saisonspielen blieb der SSV 46 ohne Torerfolg: beim 0:0 gegen Hoffenheim II. Da kommt es alles andere als gelegen, dass Ulms erfolgreichster Torschütze der vergangenen Partien, Alper Bagceci (vier Treffer), nach seiner Gelb-Roten Karte in Worms morgen pausieren muss. Da zudem mit Steffen Kienle (Bündelriss an den Adduktoren) und Luca Graciotti (befindet sich im Lauftraining) zwei weitere Außenbahnspieler ausfallen, muss der SSV-Coach improvisieren. Als Alternativen stehen Felix Nierichlo und Marcel Schmidts Gewehr bei Fuß. „Beide sind jedoch eher defensiv  ausgerichtet“, gibt Flitsch zu bedenken. Im Abwehrverbund steht Tim Göhlert wieder zur Verfügung. Für Flitsch keine Frage, dass der 32-jährige Routinier auf seine angestammte Position als Innenverteidiger zurückkehren wird. Dafür könnte Michael Schindele auf die Außenbahn rücken für David Kammerbauer. Für den 20-jährigen Youngster könnte eine Verschnaufpause gut tun. Noch keine Option von Beginn an ist nach wie vor Vinko Sapina. Nach den Siegen gegen Aufsteiger TSV Schott Mainz (3:1) und bei der U 23 der TSG 1899 Hoffenheim (2:0) verpasste Walldorf am letzten Spieltag gegen Steinbach (0:2) den dritten Dreier hintereinander. „Die Jungs waren saft- und kraftlos“, nahm FCA-Präsident Willi Kempf seine Schützlinge in Schutz und bezog sich auf die zu Ende gehende englische Woche, in der Walldorf unter der Woche nach 120 anstrengende Minuten im Viertelfinale des badischen Pokalwettbewerbs mit 2:3 gegen Waldhof Mannheim verlor.

Ausgeruht gilt es nun die Kräfte zu sammeln, um den Tabellennachbarn Ulm in der Tabelle hinter sich zu lassen, lautet die Devise der Gäste aus der Rhein-Neckar-Region, dem Hauptsitz von Sponsor und Softwareunternehmen SAP.

Kein Zuschauermagnet

Krösus in der Regionalliga Südwest bei den Zuschauerzahlen ist Kickers Offenbach. Der Tabellenführer begrüßte in den bisher sieben Heimspielen im Durchschnitt 6635 Zuschauer. Auf Rang zwei liegt Waldhof Mannheim (5420), während der SSV Ulm 1846 Fußball mit 1734 Besuchern im Mittelfeld der Zuschauertabelle auf Platz neun rangiert. Bei den Auswärtsspielen sind die Spatzen nicht gerade ein Zuschauermagnet. Was das Besucherinteresse betrifft ist der SSV 46 auswärts das Schlusslicht der Liga. Nur 753 Zuschauer kamen im Schnitt zu den sieben Auftritten der Ulmer in der Fremde. Spitzenwert im Donaustadion waren bisher 2387 Zuschauer im Heimspiel gegen Saarbrücken. Die Saisonbestmarke (8351 Zuschauern bei Waldhof – 1. FC Saarbrücken) dürfte am Wochenende auf dem Bieberer Berg bei der Spitzenpartie Offenbach gegen Saarbrücken fallen. wfv