Langenau Raubold muss beim TSV Langenau gehen

Nicht mehr Trainer des TSV Langenau: Horst Raubold.
Nicht mehr Trainer des TSV Langenau: Horst Raubold. © Foto: Kurt Fahrner
Langenau / DETLEF GRONINGER 10.09.2015
Erste Trainerfreistellung in der noch jungen Saison der Fußball-Bezirksliga. Horst Raubold muss seinen Stuhl beim Schlusslicht TSV Langenau räumen.

Die sportliche Talfahrt des TSV Langenau (nur ein Sieg aus fünf Spielen) in der Fußball-Bezirksliga hat zur Trennung von Trainer Horst Raubold geführt. "Mit so einer Entscheidung des Vereins musst du als Trainer in der Situation leben. Ich benötige für diesen Schritt keine Begründung", betont Raubold, der im Januar 2013 die Mannschaft in der Kreisliga A/Alb übernommen und dann gleich eine Etage höher geführt hatte. Er stand wie auch die Abteilungsleitung mit Dietmar Kräutter und Wolfgang Harfmann für die neue Zeitrechnung beim TSV. "Wir wollen den Weg mit den Spielern aus dem eigenen Nachwuchsbereich gehen. Jetzt war dann aber urplötzlich die Verletzungsseuche drin", ergänzt der 63-jährige Raubold, ehemaliger Bundesligaspieler des TSV 1860 München (63 Einsätze).

Von seinem 22 Spieler starken Kader fielen bis zu zehn Akteure gleichzeitig verletzt oder krank aus. Wobei vier Spieler jeweils mit einem Bänderriss sowie ein Kicker mit Kreuzbandriss langfristig auf der Ausfallliste stehen. Höhepunkt der personellen Misere war die 1:5-Pleite beim SC Staig, als die Langenauer nur mit elf Feldspielern und einem Torwart angereist waren. "So ein Verletzungspech habe ich noch nie erlebt", sagt Raubold, in den beiden vergangenen Bezirksliga-Spielzeiten bis auf die letzten drei Monate der abgelaufenen Saison immer vom Erfolg verwöhnt. "Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Wenn alle Spieler an Bord sind, ist das Potenzial vorhanden. Den Karren hätten wir wieder aus dem Dreck gebracht."

Auch von der Abteilungsleitung wurden keine Vorwürfe erhoben. "Ich schätze Horst sehr als Mensch und Trainer. Wir mussten in dieser Situation aber in erster Linie an den Verein denken", begründet Kräutter die Trennung von Raubold. Vorübergehend hat Torwarttrainer Karl-Heinz Maier das sportliche Kommando übernommen.

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